Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/kompatibilitaet-windows-server-unterstuetzt-skylake-bis-2023-statt-2017-1602-119334.html    Veröffentlicht: 23.02.2016 14:57    Kurz-URL: https://glm.io/119334

Kompatibilität

Windows Server unterstützt Skylake bis 2023 statt 2017

Wer Windows Server 2012 (R2) statt Windows 7/8.1 Home, Pro oder Embedded verwendet, erhält seitens Microsoft eine Unterstützung von Skylake-CPUs oder neuer bis ins Jahr 2023 statt nur bis 2017.

Microsoft hat in einem Blog-Eintrag bestätigt, dass Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 die aktuellen Skylake-Prozessoren bis ins Jahr 2023 unterstützen und entsprechende Updates veröffentlicht werden. Die jeweiligen Consumer-Versionen, also Windows 7 und Windows 8.1, hingegen erhalten bei einem Skylake-System nur bis Juni 2017 Support seitens Microsoft, dann sollen Nutzer spätestens auf Windows 10 gewechselt haben. Zudem unterstützt Windows Server 2012 (R2) anders als Windows 7/8.1 die kommenden Prozessor-Generationen Bristol Ridge von AMD und Kaby Lake von Intel.

Im Server-Segment fährt Microsoft die Strategie, aktuelle und künftige Prozessoren im Mainstream- und Extended-Support zu unterstützen. Bei Windows 7 endete der Mainstream-Support im Januar 2015, und bei Windows 8.1 wird er im Januar 2018 aufhören. Das gilt allerdings nur für Rechner ohne Skylake-Chips: Die werden nur bis Juli 2017 vollständig unterstützt, unabhängig davon, ob sich das Betriebssystem sich noch im Mainstream- oder Extended Support befindet - und auch das nur, wenn sie auf einer speziellen Kompatibilitätsliste aufgeführt sind. Danach erhalten Skylake-Nutzer unter Windows 8.1 nur noch Sicherheits-Updates ohne Probleme, Besitzer von etwa einem Haswell-Rechner aber Extended-Support bis Januar 2023. Für Unternehmen, die Windows 8.1 verwenden, ist das ärgerlich.

Bei dem auf Windows 8 basierenden Windows Server 2012 und dem auf Windows 8.1 fußenden Windows Server 2012 R2 hingegen können OEMs für beide Betriebssysteme bis zum parallelen Ende des Mainstreams-Supports im Januar 2018 neue Systeme zur Zertifizierung einreichen, also auch solche mit Bristol Ridge, Kaby Lake sowie Zen-basierte Opterons und vermutlich Intels Cannonlake. Die erhalten dann im Extended-Support Unterstützung bis 2023, danach wird das kommende Windows Server 2016 Pflicht.  (ms)


Verwandte Artikel:
Microsoft: Office 2019 wird nur auf Windows 10 laufen   
(02.02.2018, https://glm.io/132550 )
Spectre: Intel verteilt Microcode für Client- und Server-CPUs   
(21.02.2018, https://glm.io/132891 )
Lenovo Thinkpad A275: Business-Notebook nutzt AMDs Bristol Ridge   
(07.09.2017, https://glm.io/129926 )
Airtop2 Inferno: Compulab kühlt GTX 1080 und i7-7700K passiv   
(15.02.2018, https://glm.io/132792 )
Ultrabook-Chip: Intels Core i3 hat einen Boost-Modus   
(13.02.2018, https://glm.io/132741 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/