Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/vorletzter-platz-deutschland-schafft-es-erstmals-ins-ftth-ranking-europa-1602-119192.html    Veröffentlicht: 17.02.2016 11:58    Kurz-URL: https://glm.io/119192

Glasfaser

Deutschland beim FTTH-Ranking endlich Vorletzter

Deutschland hat sich einen Platz im FTTH-Ranking für Europa erkämpft - allerdings den vorletzten. Hauptsächlich hätten Kommunen und private Betreiber den Ausbau vorangetrieben.

Deutschland ist zusammen mit Kroatien und Polen erstmals im FTTH-Europa-Ranking. Das gab die Branchenorganisation FTTH Council am 17. Februar 2016 bekannt. Um in diese Statistik zu kommen, muss die Rate der FTTH/B-Teilnehmer mehr als ein Prozent der Gesamtanzahl der Haushalte betragen.

Der Ausbau in diesen drei Ländern sei von "privaten Betreibern und Entscheidungsträgern betrieben" worden. In Deutschland seien Glasfaserprojekte hauptsächlich von Kommunen und privaten Betreibern vorangetrieben worden. Auch in den nächsten Jahren werde in den drei Staaten "ein stetiger Zuwachs bei FTTH/B" erwartet.

Deutschland liegt jedoch nur auf dem vorletzten Platz des Rankings und damit hinter 27 anderen Staaten. Deutschland verfügte im September 2015 über mehr als 2,11 Millionen an FTTH/B angeschlossene Haushalte und 503.700 Teilnehmer. Dies passt zu Angaben aus dem Zeitraum Oktober 2015.

Die Anzahl der Teilnehmer von Fiber To The Home (FTTH) und Fiber To The Building (FTTB) in Europa hat sich demnach in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 um 19 Prozent erhöht und erreicht damit eine Anzahl von 35,9 Millionen FTTH/B-Nutzern. Die anschließbaren Wohneinheiten (Homes Passed) wuchsen um 17 Prozent auf fast 127 Millionen FTTH/B in 39 Staaten.

"Das Jahr 2015 hat strukturelles Wachstum im Glasfaserausbau in ganz Europa gebracht und damit den Trend bestätigt, der bereits im Jahr 2014 beobachtet werden konnte", sagte Edgar Aker, der neue President des FTTH Council Europe.

Beim Verbreitungsgrad führt nach wie vor Litauen die Rangliste mit 36,8 Prozent an, wobei Lettland (36,2 Prozent) und Schweden (35,2 Prozent) große Fortschritte gemacht haben. In Ländern wie Österreich, Irland und Belgien sind in dem Studienzeitraum weniger als 4.000 neue FTTH/B-Kunden angeschlossen worden. Auch wenn Großbritannien 26.000 Teilnehmer neu angeschlossen hat, habe das Land noch immer einen deutlichen Rückstand und wird den Eintritt ins FTTH-Ranking nicht so schnell schaffen.  (asa)


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