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Fernseher mit HDR und 4K

Ultra HD Premium gegen die Logovielfalt der Hersteller

Jeder Hersteller nutzt seine eigenen Logos für die aktuelle Generation der Fernseher und setzt vor allem auf den Begriff 4K. Ein neues Logo soll helfen, Geräte mit HDR und größerem Farbraum von anderen zu unterscheiden.

4K HDR, Ultra HD 4k, 4K SmartTV oder 4K Ultra HD: Bisher nutzt jeder Hersteller für Kunden völlig verwirrend mehrere eigene Standards für die neue Generation der Flachbildschirme und die zugehörigen Zuspieler. Ein Logo der UHD Alliance mit der Ultra-Aufschrift Ultra HD Premium soll ab diesem Jahr Kunden etwas Orientierung geben. Der Zeitpunkt ist günstig: Die neue Fernsehergeneration kommt bereits in den Handel, die ersten passenden Ultra-HD-Blu-ray-Zuspieler sind laut der GFU, einem Zusammenschluss von Unterhaltungselektronikfirmen, ab April 2016 zu erwarten. Doch es ist fraglich, ob sich das Logo wirklich durchsetzen kann.

UHD Premium soll alles vereinigen, was die neue Generation der Flachbildschirmfernseher ausmacht und was die Ultra-HD-Blu-ray als Zuspieler bieten kann: eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, die Fähigkeit der Darstellung eines erweiterten Farbraums und hohe Kontraste (Rec 2020 und 10 Bit) sowie die für die meisten Anwender deutlich sichtbaren Fähigkeiten rund um High Dynamic Range (HDR). Die Ansprüche an HDR sind aber hoch. Ein Fernseher muss in der Lage sein, 1.000 Candela pro Quadratmeter darzustellen.

Es gibt allerdings Ausnahmen. Die UHD Alliance definiert HDR auch mit 540 Candela/qm, wenn der Schwarzlevel dafür 0,0005 statt 0,05 Candela erreicht. Das dürfte vor allem OLED-Fernsehern zugutekommen, die prinzipbedingt besonders gut in der Darstellung von Schwarz sind. Das heißt aber auch, dass sich UHD Premium je nach Wohnraum durchaus unterscheidet. Die GFU geht beispielsweise davon aus, dass die meisten Fernseher im Bereich von 400 Candela/qm arbeiten. Einige UHD-Premium-Geräte unterscheiden sich damit bei Tageslichteinfall nicht sehr stark von den normalen UHD-Geräten.

Die Hersteller werben lieber mit 4K

Ob sich das Logo wirklich durchsetzen kann, ist allerdings zweifelhaft. Zu viele Hersteller setzen weiterhin auf ihre eigenen Logos. Vor allem das populäre Schlagwort 4K setzt sich bei Herstellern und im Handel immer weiter durch. Es gibt 4K-Logos in allen Farben und Formen. Dabei sind sie wenig aussagekräftig, da unter 4K verschiedene Bildformate verstanden werden - denn die unterschiedlichen DCI-4K-Auflösungen kann ein UHD-Fernseher beispielsweise nicht nativ darstellen.

Samsung etwa setzt schon länger auf die Bezeichnung SUHDTV4K oder Ultra High Definition 4K bei seinen Produkten. Zudem zieht Samsung SUHD dem Begriff UHD vor, um sich besser abzugrenzen. LG nennt seine neuen OLED-Fernseher 4K Smart TV und Panasonic setzt ein großes 4K-Logo über einen wenig in Erscheinung tretenden Ultra-HD-Schriftzug. Insbesondere Sony zieht ein goldenes griffiges 4K-Logo dem UHD-Begriff vor. Die neuen Fernseher nutzen zudem 4K HDR als Logo. UHD Premium will Sony nicht nutzen.

Das geht so weit, dass die für April erscheinende Software und Hardware der UHD-Blu-ray ebenfalls ein zusätzliches und eigenes 4K-Logo verwenden. Bei allen Unklarheiten bei der Einführung der 4K-Ultra-HD-Blu-ray ist eines klar: Ein 4K-Logo gehört mit zu den neuen Filmen.

Die UHD Alliance versucht also, ihre eigene Premium-Abgrenzung zu definieren, doch kaum ein Hersteller macht mit. Eigentlich sollte es überwiegend Fernseher mit Ultra HD und Ultra HD Premium geben. Doch in der Praxis wollen sich weder Handel noch Hersteller mit den Logos so recht anfreunden. Dem Kunden bleibt somit in Zukunft nichts anderes übrig, als lieber einen genauen Blick in die Datenblätter zu werfen.  (as)


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