Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0101/11906.html    Veröffentlicht: 24.01.2001 09:41    Kurz-URL: https://glm.io/11906

Stellt Sega Dreamcast-Produktion ein?

Erneutes Gerüchtechaos beim Videospiele- und Konsolenhersteller

Laut Berichten des japanischen Daily Nikkei will Sega Ende März aus der Produktion der Dreamcast-Hardware aussteigen. Nach dem vierten Geschäftsjahr in Folge mit roten Zahlen, die hauptsächlich durch die Dreamcast-Konsole verursacht wurden, sehe Sega keinen anderen Weg als einen Stopp der Produktion.

Weiterhin heißt es, dass Sega die Dreamcast allerdings das ganze Jahr 2001 hindurch weiter vermarkten werde, da man einerseits die vorhandenen Lagerbestände abbauen wolle und sich zudem weiterhin in der Entwicklung von Dreamcast-Software betätige.

Während Sega Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellungnahme geben wollte, gab Sega of America eine kurze Pressemitteilung heraus in der es heißt, dass Sega momentan die Konzeption der Dreamcast überdenke. Es gehöre aber nicht zu Segas Firmenpolitik, Gerüchte über mögliche Schritte zu kommentieren, vor allem, da man bisher keinerlei Aussagen über eine mögliche Einstellung der Produktion gemacht hätte.

Die Gerüchte über die Zukunft der Dreamcast und schlussendlich auch Sega reißen somit nicht ab. Erst gestern konnte der Aktienkurs des Unternehmens signifikante Kursgewinne verbuchen, da Gerüchte über eine mögliche Entwicklung von PlayStation-2- und Xbox-Titeln durch Sega die Runde machten. Das amerikanische Nachrichtenmagazin Cnet.com will mit Berufung auf einen Sprecher von Sega of America hingegen erfahren haben, dass Sega in Zukunft die Dreamcast zwar nicht mehr als Stand-Alone-Konsole produzieren will, dafür aber neue Formen wie etwa die Implementation der Dreamcast-Technologie in Set-Top-Boxen anstrebe.  (tw)


© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/