Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/error-53-unautorisierte-ersatzteile-sperren-iphone-1602-118970.html    Veröffentlicht: 06.02.2016 12:43    Kurz-URL: https://glm.io/118970

Error 53

Unautorisierte Ersatzteile sperren iPhone

Eine ältere Fehlermeldung von Apple sorgt für neue Diskussionen: Ab iOS 9 sorgen unautorisierte Komponenten - etwa für den Touch-ID-Fingerabdrucksensor - in einem iPhone für die Fehlermeldung "Error 53". Der Hersteller verteidigt dieses Vorgehen.

Wenn in einem iPhone bei einer Reparatur Komponenten verbaut sind, die nicht von Apple autorisiert sind, kann das lange Zeit ohne jedes Problem funktionierten - solange nicht iOS 9 installiert ist. Bei einem Update auf diese Betriebssystemversion über iTunes bekommt der Nutzer beim Einschalten statt einer freundlichen Begrüßung nur die Fehlermeldung "Error 53" zu sehen.

Das hat unter anderem zur Folge, dass der Nutzer nicht mehr auf seine Daten zugreifen kann. Besonders ärgerlich ist das auf Reisen: So ist möglicherweise kein autorisierter Reparaturdienst greifbar, und dann fällt auch noch das Smartphone aus - das kann durchaus ein ernsthaftes Problem werden.

Die Fehlermeldung "Error 53" ist zwar in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, aber nicht wirklich neu: In Supportforen gibt es schon seit über einem Jahr immer wieder detaillierte Berichte darüber. Jetzt hat allerdings ein Artikel der britischen Zeitung The Guardian dafür gesorgt, dass das Problem auf breiter Basis unter anderem in der US-Presse diskutiert wird.

Ein Vertreter des Reparaturdienstleisters iFixit hat jetzt bestätigt, dass es sich um ein weit verbreitetes Problem handele, das beim Austausch des Home-Buttons oder dessen Verkabelung auftrete. Es gebe keine ihm bekannte Möglichkeit, ein einmal gesperrtes iPhone wiederzuverwenden.

Apple spricht von Sicherheit

Inzwischen hat sich Apple erstmals dazu geäußert und dem Guardian gesagt, dass die Sperre ein Teil der Sicherheitssysteme des iPhone sei. Schließlich müsse verhindert werden, dass sich Unbefugte durch einen Austausch der Komponenten Zugriff auf die Daten des Smartphones verschafften. Ganz nachvollziehbar ist das nicht, schließlich müssen Nutzer immer noch ihren Einschaltcode und gegebenenfalls das iTunes-Passwort eingeben.

Angenehmer Nebeneffekt für die Firma: Von einem Problem mit dem Homebutton betroffene Kunden müssen den offiziellen, eher teuren Reparaturdienst in Anspruch nehmen.  (ps)


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