Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/unreal-engine4-epic-baut-virtuelle-welt-in-virtueller-welt-1602-118951.html    Veröffentlicht: 05.02.2016 10:27    Kurz-URL: https://glm.io/118951

Unreal Engine4

Epic baut virtuelle Welt in virtueller Welt

Nicht am 2D-Bildschirm, sondern in ihrer virtuellen Welt können Entwickler mit der Unreal Engine 4 künftig Umgebungen bauen. Im Video des Herstellers wirkt das aber noch etwas fummelig.

Epic Games kündigt eine neue Funktion für den Editor der Unreal Engine 4 an, die es so bislang in keiner der Engines gibt: Entwickler sollen künftig ihre sonstigen Anwendungen direkt in der virtuellen Welt bauen können. Mit einem Oculus Rift oder HTC Vive auf der Nase stehen sie beispielsweise in ihrer künstlichen Umgebung. Objekte platzieren oder verschieben sie mit Hilfe der Eingabegeräte, die das Ergreifen wie mit einem Festhalte-Laserstrahl ermöglichen.

Entwickler können sich frei in den Umgebungen umherbewegen und Bauwerke aus allen Richtungen anschauen. Auch die Auswahl von Texturen oder weiteren Objekten aus eingeblendeten Listen ist möglich, ohne die VR-Welt zu verlassen.

Im Video von Epic Games wirkt das Ergreifen, Drehen und Verschieben von Gegenständen noch etwas fummelig. Für Entwickler dürfte es aber ein paar Vorteile haben: So könnten sie ihre Umgebungen etwa im Hinblick auf natürlich wirkende Proportionen besser an die besondere Sichtweise von VR-Nutzern anpassen - besser als am 2D-Bildschirm, wie es momentan bei den Studios noch üblich sei, sagt Epic-Chef Tim Sweeney.

Epic Games arbeitet seit rund einem Jahr an dem VR-Editor. Die Technologie kam bislang unter anderem bei der Entwicklung der hauseigenen Demo Bullet Time zum Einsatz. Auf der GDC im März 2016 will das Studio sie mit weiteren Details vorstellen und bekanntgeben, wann sie allgemein verfügbar ist - vermutlich wird es genau ab dann so weit sein.  (ps)


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