Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/jim-keller-amds-und-apples-ex-cpu-architekt-wechselt-zu-tesla-1601-118810.html    Veröffentlicht: 29.01.2016 10:25    Kurz-URL: https://glm.io/118810

Jim Keller

AMDs und Apples Ex-CPU-Architekt wechselt zu Tesla

Prominenter Neuzugang bei Tesla Motors: Jim Keller wird VP of Autopilot Hardware Engineering. Zuvor arbeitete Keller bei AMD an der Zen-Technik und entwickelte bei Apple SoCs für iPhones.

Tesla Motors hat bestätigt, dass der CPU-Architekt Jim Keller als neuer Vice President of Autopilot Hardware Engineering angestellt sei. Keller werde in seiner neuen Rolle die "beste internen wie externen Hardwaretechnologien zusammenbringen, um die weltweit fortschrittlichsten und sichersten Autopiloten zu entwickeln", sagte Tesla Motors in einem schriftlichen Statement.

Jim Keller arbeitete bis 1998 beim Prozessorhersteller DEC und entwickelte dort den Alpha-Chip mit. Nach dem Aufkauf durch Compaq wechselte Keller zu AMD und zeichnete maßgeblich für das Design der K7- und der K8-Architektur verantwortlich. Erstere vermarktete AMD als Athlon und gewann damit unter anderem das Rennen um den ersten Prozessor mit 1-GHz-Takt. Später folgten verbesserte Versionen wie der beliebte Thunderbird mit integriertem statt externem L2-Cache und der darauf basierende Athlon XP. In den Folgejahren waren diese Chips besonders bei Spielern populär, da sie zumeist schneller rechneten als ähnlich teure Pentium-4-Prozessoren.

Auf Basis der K7-Technnik entwickelte AMDs Prozessorteam unter Keller die 64-Bit-fähige K8-Architektur, Codename Hammer. Verkauft wurden die Chips als Athlon 64 und Athlon 64 FX, zu den Verbesserungen zählten unter anderem größere sowie schnellere Caches und erstmals ein im Prozessor integrierter Speichercontroller. Nach einigen Firmenwechseln und Aufkäufen landete Keller 2008 bei Apple und arbeitete an den iPhone-Prozessoren A4 und A5. Vier Jahre später wechselte Keller zurück zu AMD und bekleidete ab August 2012 erneut die Position des Prozessorkern-Chef-Architekten.

Statt die gefloppte Bulldozer-Technik weiterzuentwickeln, startete Kellers Team am Reißbrett neu - heraus kam Zen. Die neue Architektur verzichtet auf die Modul-Idee und nutzt stattdessen Simultaneous Multithreading. Im September 2015 endete Kellers Arbeitsverhältnis bei AMD und nach Gerüchten über eine Samsung-Anstellung hat er sich für Tesla Motors entschieden.  (ms)


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