Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-pc-fritz-kaeufer-duerften-legale-updatechance-bekommen-1601-118639.html    Veröffentlicht: 20.01.2016 11:59    Kurz-URL: https://glm.io/118639

Windows 7

PC-Fritz-Käufer dürften legale Updatechance bekommen

Wer Geld für Windows 7 bei PC-Fritz ausgegeben hat, könnte eine Chance auf ein legales Update auf Windows 10 bekommen. Ein Programm aus den USA sollte auch nach Deutschland kommen.

Bei Microsoft läuft eine Testphase, in der Kunden selektiv erlaubt wird, nicht lizenzierte Software nach dem Upgrade zu legalisieren. Dieses Angebot soll wohl auch in Deutschland starten, ein Termin steht jedoch noch nicht fest. Das hat Golem.de aus unternehmensnahen Kreisen erfahren.

Golem.de hatte eine Testinstallation von Windows 7 von PC Fritz eingesetzt, um zu überprüfen, ob Microsoft ein Update auf Windows 10 zulässt. Zwar konnten wir auf dem Rechner ein Windows-10-Update reservieren, erhielten aber nie eine Bestätigung.

Terry Myerson, Executive Vice President der Windows and Devices Group bei Microsoft, hatte Ende Oktober 2015 in einem Blogbeitrag davon berichtet. Für Nutzer nicht lizenzierter Versionen von Windows 7 und Windows 8.1 würde das Update auf Windows 10 vereinfacht. Dazu werde eine One-Click-Lösung entwickelt. "Falls sich dies als Weg für die meisten Kunden erweist, zu Originalsoftware zu kommen, werden wir das Experiment ausbauen."

Microsoft Deutschland erklärte: "Und das Programm soll auch auf andere Länder ausgeweitet werden."

Haft für den Chef von PC Fritz

Windows 7 in der Professional-Version (64 Bit) wurde von PC Fritz für 29,90 Euro und später für 39,90 Euro angeboten. Die gefälschten Datenträger waren laut Microsoft Sicherungskopien nachempfunden, die der Computerhersteller Dell-PCs beifügt, auf denen Windows 7 vorinstalliert ist. Der Polizei gelang die Sicherstellung von Hunderttausenden gefälschten Windows-Kopien.

Der Chef von PC Fritz war zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Firat C. war von dem früheren Geschäftsführer Maik M. mehrfach als echter Chef des Unternehmens bezeichnet worden.  (asa)


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