Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/orange-pi-lite-preis-und-groessenkampf-der-bastelcomputer-1601-118287.html    Veröffentlicht: 02.01.2016 18:35    Kurz-URL: https://glm.io/118287

Orange Pi Lite

Preis- und Größenkampf der Bastelcomputer

Wohl als Reaktion auf den Chip und den Raspberry Pi Zero wurden zwei neue Orange-Pi-Modelle angekündigt. Obwohl als Sparmodelle gedacht, muss der Anwender nicht auf diverse Anschlüsse verzichten.

In seinem Orangepi-Forum hat der Hersteller Shenzhen Xunlong Software zwei neue Orange-Pi-Modelle angekündigt: den Orange Pi One und den Orange Pi Lite. Beide Modelle sind Sparvarianten des Orange Pi PCs, sie sind kleiner und preiswerter als das Vorbild. Trotzdem muss der Nutzer überraschend wenig Einschränkungen bei der Hardware hinnehmen.

Als Mikroprozessor kommt jeweils ein Allwinner H3 zum Einsatz. Er verfügt über vier ARM-Cortex-A7-Kerne, die mit bis zu 1,6 GHz getaktet werden können, und enthält eine Mali400-GPU. Anders als das Vorbild besitzen die Modelle nur 512 MByte RAM. Für das Bootmedium steht ein Micro-SD-Kartenslot bereit. Die 40-polige-GPIO-Leiste soll kompatibel zum Raspberry Pi sein. Die Video- und Audio-Ausgabe kann per HDMI, inklusive CEC-Unterstützung, erfolgen. Außerdem steht eine USB-OTG-Schnittstelle zur Verfügung. Der Stromanschluss erfolgt über eine dedizierte Steckbuchse.

Bei den übrigen Merkmalen unterscheiden sich die beiden Modelle. Der Orange Pi One besitzt eine 10/100-Ethernet- und eine USB-Host-Schnittstelle. Der Lite hingegen besitzt ein nicht näher spezifiziertes WLAN-Modul und zwei USB-Host-Schnittstellen.

Zur Größe der Platinen gibt es keine näheren Angaben, allerdings scheinen die Maße dem Odroid C0 (6,5 cm x 5,6 cm) nahe zu kommen.

Der Preis des Orange Pi One soll knapp 10 US-Dollar betragen, der des Orange Pi Lite 12 US-Dollar. Wann sie verfügbar sein werden, sagte der Hersteller bislang nicht.

Auch beim Betriebssystem-Support hält sich der Hersteller bislang bedeckt. Wahrscheinlich werden die Android- und Linux-Distributionen für den Orange Pi PC auch mit den neuen Modellen funktionieren. Die Linux-Unterstützung für die bereits existierenden Orange-Pi-Rechner ist allerdings immer noch eher fragwürdig.  (am)


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