Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/brandgefahr-amazon-nimmt-gefaehrliche-hoverboards-aus-dem-sortiment-1512-117980.html    Veröffentlicht: 14.12.2015 07:15    Kurz-URL: https://glm.io/117980

Brandgefahr

Amazon USA nimmt gefährliche Hoverboards aus dem Sortiment

Amazon und andere Onlinehändler nehmen elektrische Hoverboards aus dem Handel, weil sich Brände und Unfälle mit den zweirädrigen angetriebenen Scootern häufen. Einige Fluggesellschaften nehmen die E-Boards nicht mehr mit.

Hoverboards geraten durch Akkubrände sowie Unfälle in Verruf. Die zweirädrigen Elektro-Roller, die wie ein Segway durch Gewichtsverlagerung gesteuert werden, besitzen keinen Lenker und sind teilweise mit billiger Ladeelektronik ausgerüstet. Laut einem Bericht von The Verge reagiert Amazon USA nun und nimmt die Geräte vorläufig aus dem Programm, wie Bestreviews meldet.

Amazon verlangt von Marktplatz-Händlern demnach Nachweise, ob ihre E-Boards den Sicherheitsbestimmungen des Landes entsprechen, in dem sie verkauft werden. Die US-Shopping-Website Overstock.com hat ebenfalls angekündigt, die Produkte aus dem Sortiment zu nehmen.

Bei Amazon Deutschland sind die Hoverboards nach wie vor erhältlich. Einige Kunden kritisieren die Qualität einzelner Modelle, andere sind begeistert.

Akkubrände und Stürze

E-Boards oder Hoverboards, wie die Geräte auch genannt werden, führten zu einigen Bränden, die vornehmlich aus den USA und Großbritannien gemeldet wurden. Dabei kam es beim Laden der Akkus zu Wohnungsbränden sowie zum thermischen Durchgehen der Stromspeicher während der Fahrt, wobei es zu schweren Verbrennungen kam. Auch von schweren Unfällen im Straßenverkehr wird berichtet. Die United States Consumer Product Safety Commission untersucht die Vorgänge.

In Großbritannien wurde bei der behördlichen Untersuchung von 17.000 Hoverboards festgestellt, dass 88 Prozent so große Mängel hatten, dass sie aus Sicherheitsgründen konfisziert wurden.

Gefährliches Fahrverhalten

Teilweise stoppen nach Erfahrung von Golem.de die Motoren der Gefährte, die zwischen 300 und 1.500 Euro kosten, bei niedrigem Akkustand abrupt und lassen ein Ausrollen nicht mehr zu. Stürze sind dann vorprogrammiert.

Einige Fluggesellschaften wie Delta, United und American Airlines befördern die E-Boards nicht mehr.  (ad)


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