Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/xcom-2-angespielt-mit-strategie-die-menschheit-retten-1512-117918.html    Veröffentlicht: 10.12.2015 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/117918

Xcom 2 angespielt

Mit Strategie die Menschheit retten

Die Aliens haben gewonnen - vorerst: In Xcom 2 erobert der Spieler mit seinem Team aus Elitesoldaten den Planeten Erde zurück. Das rundenbasierte Strategiespiel hat beim Anspielen nicht nur in Sachen Grafik einen tollen Eindruck gemacht.

Als das riesige Alien endlich auf das Schlachtfeld springt, sind wir fast erleichtert. Seit ein paar Runden ahnen wir schon, dass es für unseren Trupp aus vier Elitesoldaten im Einsatz "Operation Patient Stallion" fast zu gut läuft - und dass da irgendwo noch eine unschöne Überraschung lauert. Als das außerirdische Monster bei unserem Anspielen einer frühen Version von Xcom 2 endlich da ist, sind wir halbwegs auf einen größeren Kampf eingestellt.

Unsere Krieger befinden sich schon länger im Overwatch-Modus und landen in dem Moment, in dem wir in dem rundenbasierten Strategiespiel an der Reihe sind, die ersten Treffer. Das Alien ist schnell schwer verwundet und versucht zu fliegen. In der offenen Umgebung gelingt ihm das auch - aber nach gut einer halben Stunde ist es dann doch besiegt...

Xcom 2 entsteht derzeit beim Entwicklerstudio Firaxis Games. Außerirdische spielen darin natürlich gleich in mehrfacher Hinsicht eine Hauptrolle: Sie stellen zum einen den Großteil der Gegner auf dem Schlachtfeld. Und sie sind Teil der Hintergrundgeschichte. In der geht es darum, dass die Außerirdischen seit ein paar Jahren die Macht auf der Erde innehaben. Die menschliche Marionettenregierung hat praktisch nichts zu sagen, die Medien sowieso nicht. Nur wir, ein wackerer Verbund aus Soldaten und Forschern, kann die Sache wieder geradebiegen.

Gegenüber dem schon sehr guten ersten Teil wird in Xcom 2 nicht nur die Grafik deutlich aufwendiger - das Spiel dürfte bei seinem Erscheinen eines der schönsten Strategiespiele überhaupt sein. Auch inhaltlich tut sich viel. So scheuchen wir unser Team durch wesentlich größere Umgebungen. Wo früher eine Straße nur halb angedeutet war, gibt es dort nun eine ganze Nachbarschaft mit Häusern und Gärten oder Industrieanlagen zu entdecken.

Das hat natürlich spürbare Auswirkungen auf den Verlauf der Kämpfe. Beim Anspielen sind wir in einer Mission mal ziemlich direkt auf ein vorgegebenes Ziel zumarschiert. Das hat zwar nur mit großen Verlusten, aber trotzdem ganz gut geklappt. Beim zweiten Versuch sind wir dann in einem großen seitlichen Bogen vorwärtsgegangen. Das war erst etwas einfacher - bis wir dann doch mit einem unserer Soldaten in ein Nest aus Außerirdischen gelaufen sind und ein etwas flächigerer Kampf entbrannt ist.

Probetraining auf dem Übungsplatz

Richtiges Schleichen wird es auch in Xcom 2 nicht geben, aber am Anfang der Missionen befinden sich unsere Kämpfer im Tarnmodus. Das bedeutet, dass sie aus dem Schatten angreifen und deshalb drei Schüsse abgeben können, also einen mehr als sonst. Wer sich beim Vorpirschen allerdings vertut und mit einem Soldaten ins Sichtfeld eines Gegners spaziert, lässt damit gleich den ganzen Trupp auffliegen und der taktische Vorteil ist dahin.

Wesentlich umfangreicher als im ersten Teil sind nicht nur die Umgebungen. Auch die eigenen Soldaten lassen sich in Xcom 2 stärker ausbauen. Wir können ihnen diverse Verhaltensmuster vorgeben, sie aber auch optisch mehr unseren Vorstellungen anpassen - von der Frisur über die Sonnenbrille bis zu den Tätowierungen.

Allzu sehr ans Herz wachsen sollten uns die Damen und Herren aber nicht: Ohne regelmäßige Verluste dürften selbst sehr erfahrene Spieler kaum durch die Kampagne kommen. Das lernen wir sogar gleich zu Beginn im Tutorial, in dem wir den Tod eines Teammitglieds nicht verhindern können.

Und natürlich wird auch unser Hauptquartier erweitert; es wird übrigens wie im Vorgänger wie ein Puppenhaus von der Seite dargestellt. Wir können dort jetzt überall unsere Ingenieure nach Bedarf einsetzen. Experimentelle Waffen und Rüstungen können wir auf einem Übungsplatz ausprobieren, damit wir für den tatsächlichen Einsatz auch das richtige Kampfgerät mitnehmen.

Xcom 2 erscheint nach aktueller Planung am 5. Februar 2016 für Windows-PC, Linux und OS X. Die Entwickler wollen das Spiel mit einem SDK und Unterstützung für Steam Workshop ausstatten, so dass die Community ohne allzu großen Aufwand eigene Mods programmieren kann.  (ps)


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