Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/apple-music-und-digital-concerthall-grosse-und-kleine-musik-streaming-anbieter-im-vergleich-1512-117553.html    Veröffentlicht: 01.12.2015 12:01    Kurz-URL: https://glm.io/117553

Apple Music und Digital Concerthall

Große und kleine Musik-Streaming-Anbieter im Vergleich

Focus@will und Concert Vault: Noch nie gehört? Diese Streaminganbieter können neben großen Diensten wie Spotify und Apple Music eine wahre Fundgrube für Musikliebhaber sein. Wir vergleichen die großen Plattformen mit den kleinen Diensten.

Musik aus der Cloud ist kein Trend mehr, sondern mittlerweile zweitgrößter Umsatztreiber der Musikindustrie. Das Angebot an Diensten ist aber mittlerweile so groß wie unüberschaubar. Unser Marktüberblick widmet sich den in Deutschland verfügbaren Anbietern von Musikstreaming: also Portalen, die über das Internet erreichbar sind, mit Titeln und Alben, die sich einzeln abrufen, auswählen und in Playlisten speichern lassen, die nach Belieben auch übersprungen werden können.

Explizit ausgeklammert aus der Betrachtung sind reine Internetradios, kuratierte Playlisten oder Musiknetzwerke wie Last.fm, 22tracks, Bandcamp oder Soundcloud.

Spotify

Mit über 20 Millionen zahlenden Kunden ist Spotify weltweit die Nummer eins unter den Streamingdiensten, aktiv in 58 Ländern. In Deutschland ist der Anbieter seit März 2012 auf dem Markt.

Angebot: nach Angaben des Dienstes über 30 Millionen Titel aus allen Bereichen, darunter auch Klassik, Jazz, Kinder und Hörbücher und über 1,5 Milliarden Playlisten für verschiedene Stimmungen, Genres und Anlässe. Kosten: kostenloser Zugang oder ein werbefreies Premium-Abo für 9,99 Euro pro Monat, zum Folgemonat kündbar (auch online). Mit Spotify Family kann die Standardlizenz stufenweise auf bis zu weitere vier Personen erweitert werden. Studenten erhalten 50 Prozent Rabatt auf den Premium-Tarif. Der kostenlose Stream steht auf den mobilen Geräten nur in Form einer durch Werbung unterbrochenen Shuffle-Playlist und über statinonäre Zugänge wie PCs mit Werbeunterbrechungen zur Verfügung.

Verbreitung: Spotify ist als Marktführer begehrter Partner für nahezu alle Anbieter von Unterhaltungselektronik. Hat ein Musikwiedergabegerät einen Ethernet-Anschluss oder WLAN, gibt es mit großer Sicherheit auch den Zugang zum Spotify-Streamingdienst. Mit Spotify Connect steht eine Android- und iOS-App für die Verbindung zu entsprechend ausgestatteten Endgeräten zur Verfügung. Eine Liste kompatibler Geräte findet man unter spotifygear.com. Für die Nutzung am Rechner gibt es einen Webplayer sowie die kostenlose Spotify-Software, die auch lokale Musikdateien verwalten und abspielen kann.

Anwendung: Spotify hat eine Volltextsuche und Sortierung nach Stimmung, Genre oder Neuheitswert. Vorteil der Spotify-Connect-App: Das einmal erlernte Benutzerinterface bleibt bei allen Endgeräten erhalten. Der Dienst von Musicmatch liefert zu vielen Songs die Texte. Passend zu einem gehörten Track stellt Spotify einen eigenen Radiostream aus ähnlichen Genres und Interpreten zusammen und lernt mit jeder Benutzung hinzu. Nur die Hörbücher sind etwas lieblos versteckt in den Playlisten.

Qualität: Tracks gibt es im Ogg-Vorbis-Format mit drei Qualitätsstufen von 96 kbps (mobil) bis maximal 320 kbps. Offlinenutzung ist bis zu 30 Tage lang pro Track/Album/Playliste möglich.

Einschätzung/Perspektive: Das große Angebot, die umfangreichen Playlisten für fast jeden Anlass und jede Stimmung und die Verfügbarkeit auf nahezu allen Endgeräten zeichnen Spotify aus. Die schwedischen Streamingpioniere spielen ihre Marktführerschaft aus und setzen besonders in Sachen Bedienbarkeit und Nutzungsvariationen einen sehr hohen Standard - mit Erfolg: In diesem Jahr wurde fast dreimal soviel Musik über den Dienst gestreamt wie im Vorjahr. Auch Klassik- und Jazzfreunde finden hier ein gutes Angebot.

Apple Music

Die Erfinder des ersten erfolgreichen digitalen Plattenladens iTunes Store starteten im Juni 2015 mit viel Rummel den Streamingdienst Apple Music. Mit aktuell 6,5 Millionen zahlenden Kunden weltweit steht er auf Platz zwei der Musikanbieter.

Angebot: Es gibt 35 Millionen Titel aus allen Genres inklusive Hörbüchern und Hörspielen. Als Alleinstellungsmerkmal setzt Apple auf regelmäßig gepflegte Playlisten zu jedem Genre sowie eigene Radiostationen inklusive des Live-Radio-Senders Beats1. Kosten: Drei Monate dauert die Gratistestphase, danach kostet der Dienst 9,99 Euro monatlich und ist jeweils zum Folgemonat kündbar. Den Familientarif für bis zu sechs Mitglieder gibt es für 14,99 Euro. Für die Anmeldung sind eine Apple-ID und eine Kreditkarte nötig.

Verbreitung: Apple Music läuft innerhalb der Musikverwaltungssoftware iTunes und als App auf PCs, Macs, iPhones, iPads, Apple TV und seit dem 10. November auch auf Android-Geräten. Weitere Kooperationen mit Herstellern von Unterhaltungselektronik gibt es nicht, die Inhalte von Apple Music können per Airplay, Bluetooth oder natürlich über den Line-Out weitergegeben werden - jedoch muss dann die App als Hauptverwaltungsquelle aktiv bleiben.

Bedienung: Apple Music betont die redaktionellen Auswahlprozesse in seiner Musikbibliothek. Anhand eigener Angaben und eventuell vorhandener Titel in der iTunes-Mediathek werden in der Rubrik "For You" personalisierte Vorschläge für Playlisten, Künstler und Alben angeboten. Dazu gibt es aktuelle Neuheiten und unter "Connect" die Möglichkeit, Künstlern und Stilrichtungen zu folgen. Über die Volltextsuche werden auch besondere Musikwünsche schnell erfüllt. Zu einem eben gehörten Album oder Titel kann ein eigener Radiostream mit passenden Liedern gestartet werden. Wer allerdings Apple Music über iTunes am Computer nutzt, wird sich nicht selten darüber ärgern, dass Hörbücher zwar sehr leicht im iTunes Store, nicht aber in Apples Music-Angebot gefunden werden können.

Besonderheit: Die Spracherkennungssoftware Siri kann auf Apples iOS-Geräten auf Fragen nach Künstlern oder Titeln mit dem Zugriff auf Apple Music reagieren.

Qualität: Verwendet wird das AAC-Format mit maximal 265 kbps.

Offlinenutzung: Der Dienst kann auf bis zu zehn Geräten offline genutzt werden.

Einschätzung/Perspektive: Das Angebot von Apple Music richtet sich vorrangig an mobile Nutzer, die ihre Musik auf dem Smartphone/Tablet oder eventuell vielleicht noch auf dem Notebook hören. Eine direkte Einbettung in Musiksysteme von Sonos & Co. gibt es (noch) nicht. Die redaktionellen und durch Interaktion lernenden Musikvorschläge sind sehr überzeugend und vielseitig, sie bieten viele Möglichkeiten für musikalische Neuentdeckungen, das Angebot ist für jeden Geschmack empfehlenswert.

Deezer und Tidal

Deezer

Der französische Streaminganbieter Deezer ist mit 6,3 Millionen zahlenden Kunden auf Platz drei im Weltmarkt.

Angebot: Nach eigenen Angaben gibt es 35 Millionen Titel aller Genres, eigene Playlisten, Hörbücher und Hörspiele, dazu Podcasts und verschiedene Musik-Apps.

Kosten: Nach 30 Tagen Testphase kostet der Dienst 9,99 Euro monatlich. Er ist kündbar zum Folgemonat. Es gibt einen werbefinanzierten Gratiszugang mit unbegrenztem Angebot am Computer, auf mobilen Geräten steht ein Shuffle-Mix zur Verfügung.

Nutzung: als App auf iOS und Android-Geräten, Webplayer und bereits in vielen Geräten direkt integriert (Sonos, Pioneer, Denon, Bose Soundtouch). Einen genauen Überblick gibt es unter deezer.com/devices. In BMW-Fahrzeugen mit Connected Drive ist das Premium+-Abo sogar Teil der Ausstattung.

Bedienung: Der Nutzer kann nach Alben, Titeln und Künstlern suchen, sich Neuheiten anzeigen lassen oder unterschiedlichen Playlisten folgen, die zwar zahlreich, aber weniger individuell sind als bei der Konkurrenz von Apple oder Spotify. Mit Flow bietet Deezer eine Art personalisiertes Radio an, basierend auf bereits gespielten Tracks. Schön ist der große und leicht zu findende Hörbuchbereich. Eigene Playlisten, gemerkte Alben und Titel lassen sich auch offline verfügbar machen und umgekehrt eigene MP3-Dateien in die Deezer-Cloud laden. Wie Spotify bietet Deezer den Abruf von Songtexten zu vielen Titeln an.

Offline: Im Premium-Tarif sind beliebig viele Playlisten und Alben offline verfügbar.

Qualität: Im Premium-Tarif wird MP3 mit 320 kbps angeboten, im Elite-Tarif (nur für Sonos-Nutzer) Lossless.

Einschätzung/Perspektive: Deezer ist bereits in vielen Geräten von Topmarken eingebunden und empfiehlt sich durch die relativ hohe Qualität des Streams für den Musikkonsum daheim. Die Zusammenstellung der Playlisten ist nicht ganz so interaktiv und ausgefeilt wie bei Spotify oder Apple Music, dafür gibt es ein reiches Angebot an Hörbüchern sowie eine ganze Reihe an Apps, mit der sich Musik auf vielfältige und ziemlich überraschende Weise entdecken lässt.

Tidal (ehemals WIMP)

Rapper Jay-Zs eigener Hi-Fi-Musik-Dienst Tidal streamt in CD-Qualität. Derzeit ist er mit rund einer Million zahlender Nutzer auf Platz sechs im Markt. Angebot: Nach Angaben des Unternehmens gibt es 35 Millionen Titel aller Genres, 85.000 Videos und eigene Playlisten sowie neue und unbekannte Künstler.

Kosten: Tidal Premium gibt es für 9,99 Euro monatlich, Tidal HIFI in verlustfreier CD-Qualität als Flac für 19,99 Euro. Für beide Tarife dauert die Gratis-Testphase 30 Tage. Die Familientarife kosten jeweils pro Person 50 Prozent Aufschlag zum normalen Preis. Zahlung ist per Kreditkarte und Paypal möglich, die Kündigung jederzeit zum Folgemonat.

Verbreitung: Der Dienst ist verfügbar als Webplayer für Chrome, per App auf Smartphones und Tablets, Mac OS X & Windows sowie direkt integriert auf einigen hochwertigen Hi-Fi-Netzwerk-Geräten von Linn, Auralic, Sonos, Bluesound, Mirage, Squeezebox, Amarra, McIntosh, Wadia, Electrocompaniet, Meridian, Raumfeld, Denon Heos, Harman/Kardon, Lumin, Burmester, Moon, Naim, Belcanto und vielen mehr.

Anwendung: Nutzer können gezielt Alben und Künstler suchen, Playlisten oder Neuvorstellungen folgen oder durch die Genres browsen. Eigene Playlisten und Musik-Warteschlangen lassen sich schnell anlegen. Überzeugend sind die redaktionell erstellten Playlisten, die selbst Musikkennern Überraschungen bieten können. Mit Tidal Rising und Tidal Discovery werden unbekanntere und neue Künstler gefördert. Zusätzlich gibt es für Tidal-Mitglieder auch live gestreamte Konzertevents. Leider sind Hörbücher und -spiele nicht direkt in den Genres zu finden.

Besonderheiten: Tidal startete ursprünglich in Norwegen als Wimp, der Name konnte sich aber verständlicherweise in den englischsprachigen Ländern nicht durchsetzen (Whimp bedeutet Schwächling). Nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit einem eher unbekannten deutschen Lautsprecherhersteller darf sich der Streamingdienst nun auch hier Tidal nennen.

Offlinenutzung: Abspielen ohne Onlineverbindung ist in beiden Tarifen möglich.

Qualität: Es gibt im Premium-Tarif AAC bis 320 kbps, im Hi-Fi-Tarif verlustfreie CD-Qualität als FLAC.

Einschätzung/Perspektive: Tidal legt von allen Streamingdiensten den größten Schwerpunkt auf den Hi-Fi-Nutzen. Zur sehr guten Audioqualität passt die zunehmende Verfügbarkeit auf hochwertiger Unterhaltungselektronik. Die redaktionelle Leistung schließt sehr gute Playlisten-Zusammenstellungen und hervorragende Neuentdeckungen ein. Defizite gibt es bei den Hörbüchern und beim Angebot für Kinder, da bieten beispielsweise Spotify und Deezer mehr.

Qobuz und Napster



Qobuz

Traurige Nachrichten vom seit 2008 aktiven französischen Anbieter Qobuz: Seit dem 16. November ist die Zukunft des Streamingdienstes ungewiss. Qobuz befindet sich nun offiziell in der Insolvenz und im Übernahmeverfahren.

Angebot: Neben qualitativ hochwertigem Streaming von 30 Millionen Titeln aller Genres steht bei Qobuz der Download von Hi-Res-Material (also besser als CD-Qualität) im Vordergrund. Dazu gibt es redaktionell erstellte Playlisten und Neuheiten.

Kosten: Der Premium-Tarif kostet 9,99 Euro, der Hi-Fi-Tarif 19,99 Euro monatlich und Sublim mit Streaming in 24 Bit und Downloads in Hi-Res-Qualität 219,99 Euro. Zahlung ist per Kreditkarte, Paypal oder Sepa-Abbuchung möglich. Der Premium- und der Hi-Fi-Tarif können 15 Tage kostenlos getestet werden.

Nutzung: Der Dienst ist per Webplayer, Qobuz Player auf dem Desktop, als App auf iOS, Android und Windows-8-Tablets sowie auf Geräten von Sonos, Sony, NAD, Samsung, Bluesound und Astell & Kern verfügbar.

Bedienung: Genres sind übersichtlich dargestellt, die Hörbücher findet man mit einem Blick, die Volltextsuche erleichtert das Durchstöbern. Zu jedem Genre gibt es Downloadcharts, ausgewählte Playlisten, Hörercharts und Auszeichnungen der Fachpresse - auch wenn diese sich meist auf französische Medien beziehen. Besonders Klassik- und Jazzfreunde finden passende Vorschläge.

Besonderheit: Die Songs lassen sich direkt beim Streamen auch kaufen.

Offline: Offlinenutzung ist nicht möglich, aber Titel können gekauft werden.

Qualität: Beim Premium-Tarif gibt es MP3 in 320 kbps, bei Hi-Fi CD-Qualität als Flac, bei Sublim-CD-Qualität-Streaming und Hi-Res-Downloads.

Einschätzung/Perspektive: Bereits im vergangenen Jahr hat Qobuz Schwierigkeiten gemeldet, die Zukunft des Anbieters ist äußerst ungewiss. Und auch wenn Kunden von Chef und Gründer Yves Riesel eine Art Geld-zurück-Garantie erhalten, dürfte das den angeschlagenen Musikdienst nicht mehr retten. Schade, denn die Ausrichtung auf hochwertiges Musikstreaming samt angeschlossenem Downloadshop in Hi-Res-Qualität mit klarem Mehrwert für Klassik- und Jazzfreunde wird im Streamingangebot fehlen.

Napster

Die einstigen Bad Boys aus Tauschbörsenzeiten Napster gehören unter dem Dach von Rhapsody mit drei Millionen zahlenden Kunden zu den bekannteren Musikstreaminganbietern.

Angebot: Es gibt 34 Millionen Titel, Empfehlungen der Musikredaktion zu allen Genres, Hörbücher, Playlisten und Channels zu bestimmten Themen.

Kosten: Die Music-Flatrate + Mobil kostet 9,95 Euro monatlich, ohne Mobil-Zugang 7,95 Euro (dann auch keine Unterstützung in Home-Entertainment-Systemen) und ist jederzeit zum Folgemonat kündbar. Für 3,95 Euro gibt es das Napster Radio, das nur werbefreie Channels überträgt, also keinen direkten Zugriff auf Titel ermöglicht. Bezahlt wird mit Kreditkarte oder Paypal. Die Gratis-Testphase dauert 30 Tage.

Verfügbarkeit: Der Dienst ist zugänglich über den Webplayer, über Apps auf mobilen Endgeräten mit iOS, Android und Windows Phone sowie auf einigen Hi-Fi-Geräten von Raumfeld, Samsung, Sonos, Denon, Philips, LG, Logitech, Yamaha und Xbox. Audi und BMW bieten eigene Car-Entertainment-Systeme mit Napster-Zugang. Eine Übersicht gibt es unter de.napster.com/apps-devices/#livingroom.

Bedienung: Napster fragt zum Start einige Vorlieben ab, um Empfehlungen zu geben, allerdings nicht ausführlich genug, um wirklich Überraschungen anbieten zu können. Daneben gibt es die redaktionellen Tipps, Channels zu Künstlern und Genres, deren Vielfalt man per Schieberegler definieren kann und natürlich jede Menge Playlisten. Mit der Volltextsuche und der Rubrik "Zuletzt gehört" findet man sich gut im Angebot zurecht - nur die Genres sind nicht auf Anhieb zu finden.

Offlinenutzung: Ein Offlinezugang ist möglich.

Qualität: Der Dienst bietet bis zu 320 kbps an.

Einschätzung/Perspektive: Napster gehört mittlerweile zu dem in Europa fast unbekannten Rhapsody-Dienst aus den USA. Von der einstigen Beliebtheit hat Napster viel eingebüßt - bei der Integration in der Unterhaltungselektronik wurde es knallhart von Spotify verdrängt. Zuletzt startete Aldi seinen Musikstreamingdienst Aldi Life auf Basis des kleinen Napster-Tarifs und dürfte eine neue Kundenbasis geschaffen haben.

Amazon Prime Music und Google Play Music



Amazon Prime Music

Amazon-Prime-Kunden dürfen seit November mit Amazon Prime Music auch kostenlos Musik hören.

Angebot: Es gibt eine Million Songs, ausgewählte Playlisten sowie persönliches Radio, jedoch keine Hörbücher. Die Titel im Angebot sind aber mindestens sechs Monate alt.

Kosten: Amazon-Prime-Kunden zahlen 49 Euro im Jahr und bekommen darüber auch Zugriff auf Amazon Prime Music.

Verfügbarkeit: Zugang gibt es über Amazon.de, integriert auf Sonos-Playern, auf der Amazon Music App für Android, iOS, Fire Tablets, Fire TV und Fire TV Stick, auf PC und Mac OSX sowie in Fahrzeugen von BMW und Mini mit spezieller Connected-Ausstattung.

Anwendung: Auf den Apps wird gleich die Musikbibliothek aus iTunes integriert. Die Playlisten sind zahlreich, von Musik zum Kochen bis Hits aus den 2000ern ist fast alles zu finden, sortierbar nach Genre oder Anwendung. Die Prime-Radio-Kanäle sind ausschließlich nach Genre geordnet. Zum Angebot gehört auch ein Cloud-Speicherplatz für circa 250 Songs. Alle Songs im Repertoire lassen sich direkt kaufen.

Offlinenutzung: Offlinezugriff ist auf den mobilen Anwendungen möglich.

Qualität: Angeboten wird MP3 mit variablen Bitraten, durchschnittlich 256 kbps.

Einschätzung/Perspektive: Als Amazon-Prime-Kunde ist Prime Music eine willkommene Streamingvariante. Die Nutzung ist eingeschränkt auf mobile Anwendungen mit Bluetooth-Streaming und einige Amazon-eigene Geräte. Alleine wegen Amazon Prime Music muss man sich nicht für ein Prime-Konto entscheiden, aber wer ohnehin schon bei Amazon shoppt, kann es bedenkenlos ausprobieren.

Google Play Music

Natürlich hat auch der Suchmaschinenanbieter Google mit Google Play Music ein Musikstreamingangebot im Angebot.

Angebot: Es gibt die berühmten 35 Millionen Titel, dazu Podcasts, diverse Playlisten und individuell abgestimmte Vorschläge. Kosten: Der Dienst kostet 9,99 Euro im Monat, hat 30 Tage Testphase und ist sofort kündbar. Eine Google-ID wird benötigt. Bezahlen kann man per Kreditkarte.

Verfügbarkeit: Zugriff ist möglich über Webplayer auf jedem Computer und auf bis zu zehn Geräten mit der Google Play Music App, Chromecast, Chromecast Audio und Sonos-Systemen.

Anwendung: Auch Google setzt auf Individualität bei der Musikauswahl. Nach einer Fragerunde nach beliebten Interpreten und Genres stellt Google ein personalisiertes Angebot inklusive eines persönlichen Radios zusammen. Dazu gibt es Playlisten für jede Stimmung, Tageszeit, Genre und Jahrzehnt. Außerdem lassen sich die Topcharts und Neuerscheinungen abrufen. Mit dem Music Manager ist die iTunes Bibliothek in die Google Play Cloud integrierbar. Aber auch hier sind Hörbücher nicht sofort auffindbar.

Offlinenutzung: Offlinezugang ist mit Chrome möglich.

Qualität: Der Dienst bietet bis zu 320 kbps an.

Einschätzung/Perspektive: Durch die noch recht mangelhafte Integration in Endgeräte ist Google Play Music eher für mobile Anwender interessant, die Musik ohnehin lieber aus der Cloud konsumieren. Dort lassen sich auch 50.000 eigene Titel zentral hinterlegen. Die individuellen Empfehlungen sind ansprechend und die Themenvielfalt der Playlisten ist durchaus überzeugend.

Juke und Concert Vault



Juke

Auch beim deutschen Anbieter Juke kann der Nutzer sowohl shoppen als auch streamen. Der Downloadshop für Musik, Bücher und Videos hat auch eine Musikstreaming-Flatrate im Angebot.

Angebot: Laut eigenen Angaben gibt es rund 30 Millionen Titel aller Genres, Playlisten und Radiokanäle, aber keine Hörbücher.

Kosten: Die Musicflat kostet 9,99 Euro im Monat, 29,80 Euro für drei Monate und 58 Euro für ein halbes Jahr. Die Testphase dauert drei Monate. Bezahlen lässt sich per Paypal, Kreditkarte und Juke-Guthaben.

Verfügbarkeit: Der Dienst ist über Webplayer auf jedem Computer und auf bis zu zehn Geräten mit der Google Play Music App, Chromecast und Chromecast Audio sowie Sonos-Systemen verfügbar.

Anwendung: Auf der Startseite zeigt Juke aktuelle Neuerscheinungen sowie Alben aus der aktuellen Downloadshop-Auslage. Die Songs können praktischerweise parallel zum Streaming auch gekauft werden, allerdings vermischt sich das Angebot sehr unübersichtlich. Dazu gibt es Einblicke in die aktuellen Charts, einen Überblick über alle Genres, von Juke sowie Nutzern erstellte Playlisten und diverse Radiokanäle für alle Musikrichtungen und -stile, aber keine individualisierten Playlisten. Die Volltextsuche liefert zwar immer ausreichend Ergebnisse, doch nicht alle gefundenen Titel lassen sich auch tatsächlich in voller Länge streamen.

Offlinenutzung: Offline ist ein Zugang über Apps auf Mobilgeräten möglich.

Qualität: Laut Juke wird Musik in drei unterschiedlichen Qualitäten gestreamt: in 48 kbps,192 kbps und 320 kbps.

Einschätzung/Perspektive: Juke ist eher eine Art Gemischtwarenladen für Musik, Filme, Bücher und Software als ein reiner Streaminganbieter. Für viele Tracks gibt es gar keine Streaminglizenz - diese werden nur angespielt, sind nicht in voller Länge zu hören. Juke streamt über Geräte von Sonos, Harman Kardon und Peaq Munet.

Concert Vault

Freunde von Livemusik wissen Concert Vault zu schätzen. Der Streamingservice ist ein Ableger des Downloadshops Wolfgang's Vault und auf Vintage-Live-Aufnahmen und -Videos spezialisiert.

Angebot: Die nach Angaben von Concert Vault größte Sammlung an Vintage-Live-Aufnahmen aus Beständen von Musiklegenden wie Manager Bill Graham umfasst 10.000 Mitschnitte. Dazu gibt es restaurierte und in HD aufgefrischte Konzertvideos und gepflegte Channels mit Playlisten und weiteren Features.

Kosten: Monatlich kostet der Dienst 3,99 Dollar, jährlich 39,99 Dollar und die Mitgliedschaft für zwei Jahre kostet 79,98 Dollar. Die Testphase beschränkt sich auf 14 Tage. Bezahlen lässt sich mit Kreditkarte und Paypal.

Verfügbarkeit: Der Dienst ist zugänglich über die Webseite und die Apps auf Smartphone und Tablets mit iOS und Android sowie auf Sonos-Systemen.

Anwendung: Es gibt eine Volltextsuche nach Künstlern und Titeln, Channels mit verschiedenen Genres von Blues bis Comedy und Interviews. Außerdem werden HD-Videos von Konzerten angeboten. Bis zu 200 eigene Playlisten können erstellt und Playlisten anderer Nutzer gehört werden.

Offlinenutzung: Eine Offlinenutzung ist nicht vorgesehen.

Qualität: Die Videos gibt es als HD-Streams, die Musik als MP3 mit 320 kbps.

Einschätzung/Perspektive: Für Konzertgänger und Vintage-Fans ist Concert Vault eine wahre Fundgrube an echten Raritäten. Musikkenner dürften Freude daran haben, Chartshörer sich aber eher irritiert abwenden. Der Dienst ist rein englischsprachig. Die Konzerte können im Downloadshop nebenan direkt gekauft werden.

Daytrotter und Rdio



Daytrotter

Liveaufnahmen aus verschiedenen Tonstudios rund um die Welt finden bei Daytrotter ein musikalisches Zuhause. Das Angebot wurde 2006 von den Horseshak Studios in Illinois gestartet, die für ihre Livesessions in der Indie-Musik-Szene geradezu berüchtigt sind.

Angebot: Es gibt circa 100 Songs von 25 Künstlern pro Woche, exklusive Liveversionen von älteren oder unveröffentlichten Songs bekannter und unbekannter Künstler sowie circa 2.000 Aufnahmen im Archiv.

Kosten: Das Angebot kostet monatlich 2,99 Dollar, jährlich 32,99 Dollar. Studenten mit .edu-Mail-Adresse können gratis zugreifen. Zaungäste dürfen kostenlos drei Sessions pro Werktag streamen und jeweils zwei Songs pro Session.

Verfügbarkeit: Der Dienst lässt sich auf der Webseite und über die Apps auf Smartphone und Tablets mit iOS und Android sowie auf Sonos-Playern nutzen.

Anwendung: Mit einer unverkennbaren Optik dank der selbst erstellten Künstlerillustrationen und dem sehr speziellen Inhalt ist Daytrotter ein Geheimtipp für Indie-Musik-Freunde. Es gibt keine Alben, nur Songs aus den jeweiligen Aufnahmesessions, jedoch kann nach Künstler und Genre gesucht werden. Auch Playlisten und Videos gehören zum Angebot.

Offlinenutzung: Die Sessions können von Mitgliedern heruntergeladen werden.

Qualität: Die Musik gibt es für Mitglieder als MP3 mit 320 kbps, Nichtmitglieder bekommen lediglich 96 kbps.

Einschätzung/Perspektive: Daytrotter ist ein Alternativprogramm für Alternative-Liebhaber. Wer gerne Musik, neue Künstler und bekannte Künstler neu entdeckt, ist hier genau richtig. Reinhören lohnt sich, das Angebot war bis vor kurzem sogar kostenlos.

Rdio

Rdio, gegründet von einem der Skype-Erfinder, meldete jüngst die Insolvenz und wird vom Internet-Radio-Dienst Pandora übernommen. Am Service soll sich aber erst einmal nichts ändern.

Angebot: Es gibt Playlisten, Radiokanäle zu bestimmten Themen und Genres sowie 35 Millionen Titel zum Abruf.

Kosten: Einen Gratiszugang zum Webplayer gibt es mit Werbeunterbrechungen und eingeschränkter Qualitätsstufe, Rdio Web für 4,99 Euro im Monat und Rdio Unlimited mit Offlinenutzung auf den mobilen Apps für 9,99 Euro/Monat.

Verfügbarkeit: Den Dienst gibt es auf der Webseite, auf dem Desktop von PC und Mac, über Apps auf Smartphone und Tablets mit iOS, auf Windows Phone und Android, auf Amazon-Fire-Geräten sowie auf Sonos-Playern.

Anwendung: Rdio setzt auf personalisierte Empfehlungen, Radio und auf den Netzwerkgedanken. Direkt auf der Startseite werden zurzeit beliebte Radiokanäle angeboten, persönliche Vorschläge, kürzlich gehörte Tracks und erstellte Playlisten anderer Nutzer, denen man folgt. Dazu gibt es unter dem Punkt Trending potenzielle Hitkandidaten, aktuelle Neuvorstellungen und Empfehlungen auf Basis bisher gehörter Titel und Künstler. Was aber fehlt, ist eine übersichtliche Möglichkeit, direkt nach Genres auszuwählen. Außerdem hat Rdio ein Artist-Programm, bei dem jeder Künstler Geld verdienen kann, wenn er seine Fans zu Rdio-Nutzern macht.

Offlinenutzung: Im Tarif Rdio Unlimited gibt es Offlinezugang für mobile Anwendungen.

Qualität: Die Rate ist einstellbar von 64 bis 320 kbps (Letzteres nur im bezahlten Tarif).

Einschätzung/Perspektive: Was genau Pandora mit rdio vor hat, ist ungewiss. Die ersten Kunden berichten von Kündigungen Ihrer Verträge.

Hype Machine, Focus@will und Digital Concerthall



Hype Machine

Worüber schreiben Musikblogger auf der ganzen Welt? Hype Machine weiß es nicht nur, Hype Machine spielt es.

Angebot: Angeboten werden die Tracks, über die auf Musikblogs weltweit gerade aktiv gepostet wird.

Kosten: keine

Verfügbarkeit: Den Dienst gibt es auf der Webseite, über Apps auf Smartphones und Tablets mit iOS, Windows Phone, Blackberry 10 und Android sowie auf Sonos-Playern.

Anwendung: Hype Machine selektiert Musik, über die gerade intensiv auf Musikblogs gepostet wird. Man kann nach Ländern sortieren, nach Genres, nach den beliebtesten Einträgen oder danach, was gerade aktuell ist oder gezielt nach Songs oder Künstlern. Mit Links auf die Downloadshops von iTunes, Bandcamp oder Amazon kann man die Künstler bei Gefallen direkt unterstützen. Passend dazu gibt es auch eine Übersicht über aktuelle Konzerttermine in der Nähe. Unter "Premiere" stellt Hype Machine exklusiv wöchentlich ein neues Album vor.

Offlinenutzung: Ein Offlinezugang ist nicht möglich.

Qualität: Zur Qualität gibt es keine Angabe.

Einschätzung/Perspektive: eine tolle und vor allem kostenlose Möglichkeit, neue Musik zu entdecken und stets mitreden zu können. Wer nicht nur auf Chartmusik steht, wird hier garantiert fündig.

Focus@will

Mit spezieller Musik will der Streamingdienst Focus@will Konzentrationsprobleme in Großraumbüros bekämpfen.

Angebot: klassische und elektronische Klänge, individuell dosierbar für verschiedene Gemüts- und Konzentrationsphasen. Die nach Angaben des Dienstes wissenschaftliche Methode soll die Konzentration verbessern und/oder Energie auftanken. Der Erfolg kann mittels des Tools "Productivity Tracker" direkt gemessen werden.

Kosten: Es gibt verschiedene Laufzeiten mit unterschiedlichen Monatsbeiträgen von 11,83 Dollar bis 6,25 Dollar, außerdem eine 15-tägige kostenlose Testphase. Unternehmen können Lizenzen für mehrere Arbeitsplätze kaufen.

Verfügbarkeit: Den Dienst gibt es auf der Webseite, über Apps auf Smartphones und Tablets mit iOS und Android sowie auf Sonos-Playern.

Anwendung: gewünschtes Energie- beziehungsweise Konzentrationslevel auswählen und bestimmen, wie meditativ, klassisch oder elektronisch die Musik sein soll: Schon gehts los mit einem individuellen Klängemix. Alben, Interpreten oder Charts spielen hier absolut keine Rolle.

Offlinenutzung: Ein Zugang ohne Internet ist nicht vorgesehen.

Qualität: Zu den Bitraten gibt es keine Angaben.

Einschätzung/Perspektive: Der Service soll die Produktivität um bis zu 400 Prozent (!) steigern. Ob's wirklich was bringt, muss jeder selbst herausfinden.

Digital Concerthall

Das eigene Streamingangebot eines der besten Symphonieorchester der Welt, der Berliner Philharmoniker, heißt Digital Concerthall.

Angebot: Es gibt 40 Liveübertragungen der Konzerte in High Definition pro Saison, Hunderte Mitschnitte im Konzertarchiv, historische Konzerte, Interviews mit Dirigenten und Solisten, Dokumentationen und kostenlose Kinderkonzerte.

Kosten: Ein Konzert gibt es kostenlos zum Kennenlernen, dazu sind Kinderkonzerte gratis. Das Abo kostet 14,90 Euro im Monat, eine Kündigung ist jederzeit möglich. Darüber hinaus stehen verschiedene Laufzeiten vom 7-Tage-Pass bis 12-Monate-Zugang zur Auswahl. Die Nutzung ist nicht auf eine bestimmte Anzahl von Geräten beschränkt.

Verfügbarkeit: Zugang gibt es auf der Webseite, über Apps auf Smartphones und Tablets mit iOS und Android, auf Geräten mit Windows 8, auf Amazons Kindle Fire sowie vorinstalliert auf einigen Smart-TVs und Blu-ray-Playern (eine Übersicht gibt es hier).

Anwendung: Es gibt die Auswahl zwischen Livekonzerten (die tatsächlich live in HD gesendet werden), Archivkonzerten, Dokumentationen und Interviews. Auch lassen sich die einzelnen Konzerte nach Dirigent, Solisten, Genre, Epoche, Saison und Education filtern. Die Termine für die Liveübertragungen können als Kalendereintrag auf dem privaten Terminkalender gespeichert werden.

Offlinenutzung: Ein Offlinezugang ist nicht enthalten, dafür gibt es den angeschlossenen Downloadshop.

Qualität: Die Videos werden in HD im H.264-Standard encodiert, der Ton mit 48 kHz, 16 Bit Stereo-AAC.

Einschätzung/Perspektive: Anstatt über die neuen Medien und das Ausbleiben der Massen in klassischen Konzertsälen zu schimpfen, gehen die Berliner Philharmoniker einfach mit gutem Beispiel voran und bieten einen eigenen hochwertigen Streamingservice an. Getreu dem Motto: Wenn die Hörer nicht zum klassischen Konzert kommen, muss das Konzert zu ihnen nach Hause. Im Vergleich zum Preis einer einzelnen Konzertkarte ist das Monatsabo ein Schnäppchen.

Groove

Groove; (früher Xbox-Music) ist das Musikangebot von Microsoft und nicht nur bei Konsolennutzern beliebt.

Angebot: laut eigenen Angaben 40 Millionen Titel zum Streaming und im Downloadshop. Mit der dazu nötigen Microsoft-ID gibt es gleichzeitig kostenlosen Zugriff auf Onedrive mit 15 GByte Cloud-Speicher.

Kosten: 9,99 Euro im Monat, im Jahr 99,99 Euro. 30 Tage kostenloses Testen möglich. Für die Anmeldung sind eine Kreditkarte und eine Microsoft-ID erforderlich.

Verbreitung: auf Windows, Windows-Phones und Xbox-Geräten, dazu auf Apps für Android und iOS sowie über den Webplayer und auf Sonos-Playern.

Anwendung: klar und übersichtlich, zumindest aber auf dem Webplayer auch eine Spur zu einfach. Lediglich die neuesten Alben und Topkünstler werden unter Entdecken angeboten, eine Übersicht über Genres fehlt, genauso wie redaktionelle Playlisten. Dafür ist die Volltextsuche schnell und effizient. Zu jedem Künstler gibt es eine Übersicht seiner Werke und eine Kurzbiografie, dazu kann ein eigener Radiostream mit ähnlichen und passenden Titeln gestartet werden. Favoriten lassen sich für den schnellen Zugriff auch ablegen. Über die Groove-Music-App in Verbindung mit Onedrive können auch eigene Songs gestreamt werden.

Qualität: Heruntergeladene Musik liegt mit 256 kbps als MP3 vor, gestreamt wird lediglich mit WMA 196 kbps.

Offline: ja, auf bis zu fünf registrierten Geräten.

Einschätzung/Perspektive: Microsoft hat mit Groove eine große Fanbasis; der Streamingdienst ist auch besonders bei Xbox-Usern beliebt. Die Klarheit und Einfachheit und der angeschlossene Downloadshops sind Pluspunkte. Allerdings beschränkt sich die Entdeckertour auf aktuelle Alben und gerade hippe Künstler, vielseitige und wechselnde Playlisten fehlen, zudem ist die Streamingqualität nicht so hoch wie bei anderen Anbietern. Ideal für den Chart-Hit-Hörer, der dank Groove-App offline und mit dem großzügigen Onedrive-Cloud-Speicher auch mobil auf seine Musik zugreifen kann.  (cta)


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