Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0101/11751.html    Veröffentlicht: 17.01.2001 09:31    Kurz-URL: https://glm.io/11751

Handy-Bezahlsystem Paybox expandiert nach Österreich

5 Millionen österreichische Handy-Besitzer

Nach Etablierung der Zahlungsform für Mobiltelefone in Deutschland will das Frankfurter Unternehmen Paybox in den nächsten Wochen auch in Österreich aktiv werden. Damit soll bargeldloses Zahlen auch für die rund 5 Millionen österreichischen Handy-Besitzer möglich werden. Voraussetzung für den Kunden, die das Handy als Geldbörse nutzen wollen, ist ein Girokonto. Paybox funktioniert mit jedem Handy in allen Mobilfunknetzen - in Deutschland bereits vereinzelt beim Online-Shopping, im Taxi oder im Restaurant.

In einem ersten Schritt wird Paybox in Österreich zum Zahlen beim Internet-Shopping verwendet werden können. Schon bald darauf soll es wie in Deutschland zu einer Ausweitung auf mobile Dienstleister, zum Beispiel Taxis oder Pizzadienste, kommen. Außerdem werden Payboxer auch untereinander schnell und unkompliziert Überweisungen per Handy tätigen können.

"Wir sind in Deutschland innerhalb weniger Monate zur Nummer 1 beim mobilen Bezahlen geworden. Österreich ist jetzt gemeinsam mit Spanien und Schweden der erste Auslandsmarkt, in dem wir aktiv werden. Besonders attraktiv ist Österreich durch die extrem hohe Handy-Penetrationsrate und die große Technologie-Akzeptanz der österreichischen Bevölkerung", so Mathias Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Paybox.net AG. Angeblich nutzen schon rund 72 Prozent aller Österreicher ein Handy.

Außer einer jährlichen Grundgebühr in Höhe von 7,- Euro entstehen dem Kunden beim Bezahlen mit Paybox keine Kosten. Anträge zur Freischaltung einer Paybox sowie jede Menge an Informationen erhalten Kunden im Internet unter www.Paybox.at.

Paybox startete in Deutschland am 11. Mai 2000 mit zunächst 50 Akzeptanzstellen im Internet. Mittlerweile können deutsche Handybesitzer nach Angaben des Unternehmens in rund 500 Internet-Shops bezahlen. In rund 3.600 Taxis in verschiedenen Ballungszentren Deutschlands kann man Fahrten inzwischen mit Paybox bezahlen. Zudem gibt es schon mehr als 200 weitere Akzeptanzstellen, wie z.B. mobile Dienstleister, Pizzadienste, Gastronomie und Lieferservice, bei denen mit Paybox bezahlt werden kann, sowie die Möglichkeit, sich rund um die Uhr seine Prepaid-Karten für das Handy über Paybox aufzuladen. Mittelfristig ist geplant, Paybox in allen Bereichen einzusetzen, in denen derzeit noch bar, mit Scheck oder Karte gezahlt wird.

An der deutschen Paybox.net AG beteiligt ist die Deutsche Bank AG zu 50 Prozent und die debitel AG zu 4,8 Prozent. Die übrigen Anteile liegen beim Vorstand und bei den Mitarbeitern. Paybox Österreich ist ein Tochterunternehmen der deutschen Paybox.net AG.  (ad)


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