Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/streaming-t-mobile-will-daten-von-netflix-nicht-mehr-berechnen-1511-117399.html    Veröffentlicht: 11.11.2015 10:38    Kurz-URL: https://glm.io/117399

Streaming

T-Mobile will Daten von Netflix nicht mehr berechnen

Drosselung und Netzneutralität sind vorbei. Die Telekom-Tochter T-Mobile hat in den USA Binge On vorgestellt. Wer für mindestens 3 GByte pro Monat zahlt, kann unter 24 Streamingdiensten wählen. Doch die Auflösung der Serien und Filme wird begrenzt.

T-Mobile will seinen Nutzern Streaming bieten, ohne das Datenvolumen zu berechnen. Das gab John Legere, der Chef von T-Mobile USA, auf dem Uncarrier X Event in Los Angeles bekannt. Kunden können unter 24 Streamingdiensten wählen, darunter Netflix, HBO Now, HBO Go, Watch ESPN, Fox Sports und Hulu. Dienste wie Youtube, Facebook oder Snapchat sind bislang ausgenommen.

"Videostreams sind kostenfrei", sagte Legere. "Binge on. Sehen Sie Ihre Filme und hören Sie auf, dabei auf Ihre Daten zu schauen." Das T-Mobile-Angebot gilt für alle Kunden, die für mindestens 3 GByte pro Monat zahlen.

T-Mobile reduziert jedoch die HD-Auflösung der Videodaten, was der Mobilfunkbetreiber "DVD Qualität (480p+)" nennt. Genauere Angaben zur Auflösung macht der drittgrößte Mobilfunkbetreiber der USA nicht. "Ja natürlich", erklärte Legere auf die Frage, ob es auch Pornografie-Streaming-Anbietern möglich sei, an dem Programm teilzunehmen.

Zahlen müssten die Streaminganbieter für die Durchleitung ihrer Daten nicht. Sie müssten nur eine Signatur angeben, damit T-Mobile den Content identifizieren kann, so der Firmenchef.

Binge On und das neue Simple Choice sind ab dem kommenden Sonntag verfügbar. Für bestehende Kunden wird es ab dem 19. November 2015 freigeschaltet.

Binge On: kein Modell für Deutschland

Bill Holmes, Global Head Business Development, lobte die Entscheidung "als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, um gemeinsam Drosselung zu beenden."

Auf die Frage von Golem.de, ob so ein Angebot auch in Deutschland geplant sei, sagte Telekom-Sprecher Dirk Wende: "T-Mobile US agiert in einem Markt, der nicht mit dem deutschen zu vergleichen ist. Entsprechend unterscheiden sich die Angebote der einzelnen Landesgesellschaften."  (asa)


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