Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-onedrive-speicherplatz-wird-fuer-kunden-deutlich-reduziert-1511-117264.html    Veröffentlicht: 03.11.2015 11:41    Kurz-URL: https://glm.io/117264

Microsoft

Onedrive-Speicherplatz wird für Kunden deutlich reduziert

Der Cloud-Speicherplatz bei Microsoft wird zum Teil recht deutlich verringert. Das gilt nicht nur für zahlende Abonnenten, sondern auch für diejenigen, die ein kostenloses Konto verwenden. Grund sind einige Kunden, die 75 TByte auslagerten, was wohl ein Problem für Microsofts Mischkalkulation war.

Die unlimitierten Speicherangebote für Microsofts Onedrive werden eingestellt. In seinem Blog-Eintrag gibt Microsoft auch den Grund an: Ein paar Nutzer haben es mit der Speicherung übertrieben. Sie sicherten gleich mehrere PCs auf dem Onedrive-Speicher. Einige Topnutzer nutzen das unbegrenzte Speicherangebot, um mehr als 75 TByte an Daten in der Cloud abzuspeichern. Das entspricht laut Microsoft dem 14.000-fachen Speicherbedarf eines durchschnittlichen Nutzers. Tatsächlich dürften die wenigsten Anwender so viele Daten besitzen. Ein typischer heimischer Storagepool ist das jedenfalls nicht.

Bei solchen Angeboten geht Microsoft natürlich von einer Mischkalkulation aus, die hier offenbar zu einem Problem wurde. Abonnenten mit unlimitiertem Speicherplatz werden dementsprechend in Zukunft maximal 1 TByte speichern können. Die Regel gilt ab sofort für Office-365-Abonnenten (Home, University, Personal). Microsoft erlaubt allerdings eine Überschreitung von zwölf Monaten. Wer Onedrive also derzeit über dem Limit verwendet, muss nicht damit rechnen, sofort seine Daten retten zu müssen.

100- und 200-GByte-Optionen verschwinden für Neukunden

Zum Anfang des Jahres 2016 werden zudem die Bezahl-Zugänge für Onedrive mit 100 und 200 GByte Platz abgeschafft. Es wird stattdessen für 2 US-Dollar pro Monat einen 50-GByte-Zugang geben. Das stellt indirekt eine recht hohe Preiserhöhung dar. Derzeit kostet die 100-GByte-Option rund 2 US-Dollar und die 200-GByte-Option 4 US-Dollar. Wer allerdings schon dieses Abonnement hat, der wird nicht zu einer Änderung gezwungen.

Die kostenlosen Onedrive-Zugänge werden ebenfalls deutlich beschränkt. Ab Anfang 2016 sind es maximal 5 GByte statt derzeit 15 GByte. Zudem verschwindet der Camera-Roll-Bonus. Auch hier gibt es eine Pufferzeit, die allerdings etwas kürzer ist. Microsoft wird eine Überschreitung von 90 Tagen ab der Umstellung zulassen. Danach wird der Zugang auf das Lesen der Daten beschränkt. Es kann also nichts mehr hochgeladen werden. Der Zugang bleibt aber für neun Monate weiter bestehen. Danach sperrt Microsoft den Zugang, bis der Kunde etwas unternommen hat. Sollte er weiterhin nichts tun, werden nach weiteren zwölf Monaten alle Daten gelöscht.

Aber auch das lässt sich in Grenzen umgehen. Wer über 5 GByte liegt, kann für ein Jahr kostenloser Abokunde (Office 365 Personal) werden. Danach muss er aber zahlen.  (as)


Verwandte Artikel:
Always Connected PCs: Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen   
(09.03.2018, https://glm.io/133094 )
Windows 10: Microsoft verteilt Fall Creators Update   
(17.10.2017, https://glm.io/130667 )
BSA-Studie: Deutschland ist favorisierter Standort für die Cloud   
(06.03.2018, https://glm.io/133175 )
Microsoft: Office 2019 wird nur auf Windows 10 laufen   
(02.02.2018, https://glm.io/132550 )
Microsoft: KI-Framework kommt auf Windows-10-Endgeräte   
(08.03.2018, https://glm.io/133217 )

© 1997–2018 Golem.de, https://www.golem.de/