Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/test-downwell-retro-actionspass-in-pixelgrafik-1510-117029.html    Veröffentlicht: 21.10.2015 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/117029

Test Downwell

Retro-Actionspaß in Pixelgrafik

Ein Mann fällt in ein tiefes Loch und muss fortan Gegnern ausweichen, sie abschießen oder ihnen auf den Kopf springen. Das Grundprinzip hinter dem Indie-Juwel Downwell klingt simpel, ist spielerisch aber eine echte Herausforderung.

Nein, schön ist Downwell nicht. Die reduzierte Pixelgrafik in Schwarz und Weiß mit ein paar roten Farbtupfern für gefährliche Gegner wirkt wie aus den Achtzigern. Wer den Sprung ins Loch dennoch wagt, wird aber nicht so schnell wieder hervorklettern wollen: Perfekte Spielbarkeit und unzählige Ideen und Extras halten die Motivation kontinuierlich hoch.

Die Steuerung ist simpel: Der herabfallende oder auf Vorsprüngen laufende Held wird nach links oder rechts bewegt. Mit einem weiteren Tastendruck werden zudem die Kanonenstiefel aktiviert - mit denen lassen sich einerseits Kontrahenten ausschalten und Steine durchbrechen, um den Weg freizumachen. Andererseits geben sie einen kleinen Schub, um über Hindernisse hinweg zu springen.

So einfach gestrickt Downwell auf den ersten Blick wirkt, so abwechslungsreich sind die Level gestaltet. Es gibt Schildkröten, denen man auf den Kopf springen muss, Fledermäuse, die Jagd auf den Spieler machen und bei Kontakt tödlich sind, hüpfende Frösche und unzählige andere Kreaturen, die ihm nach dem Leben trachten. Hinzu kommen Massen an Boni und Extras, etwa Ausrüstungsgegenstände und Waffen. Die muss der Spieler allerdings häufig überhaupt erst einmal finden - etwa in versteckten Nebenräumen.

All die zusätzlichen Gegenstände werden auch dringend benötigt, um die Jagd durch die Level für mehrere Minuten aufrechtzuerhalten. Gerade zu Beginn dauert es oft nur wenige Sekunden, bis alle Leben aufgebraucht sind. In bester Arcade-Shoot'em-up-Tradition sind gerade die ersten Durchgänge häufig sehr kurz. Ein paar Feindkontakte - und schon ist ein Neustart nötig. Dank perfekter Spielbarkeit und guter Lernkurve (mit der Zeit gelingt es immer besser, den eigenen Fall zu dirigieren und die Waffen einzusetzen) werden die einzelnen Matches aber immer länger und die Highscores immer beeindruckender.

Downwell stammt von Devolver Digital und ist für PC und iOS über Steam beziehungsweise iTunes verfügbar. Das Spiel kostet knapp 3 Euro, zusätzliche In-App-Käufe gibt es nicht.

Fazit

So einfach und doch so schwer... Downwell schafft es mit Retro-Optik und einfachsten spielerischen Mitteln, eine beachtliche Sogwirkung zu entfalten. Wer klassische Plattform-Action und einen hohen Schwierigkeitsgrad nicht scheut, bekommt zum Mini-Preis ein äußerst kurzweiliges und empfehlenswertes Actionspiel.  (tw)


Verwandte Artikel:
Ronin im Test: Auftragsmord mit Knobelpausen   
(14.07.2015, https://glm.io/115213 )
Into the Breach im Test: Strategiespaß im Quadrat   
(02.03.2018, https://glm.io/133111 )
Smoke & Sacrifice angespielt: Ewige Nacht in offener Welt   
(08.03.2018, https://glm.io/133223 )
Test Space Run: Paketbote im Weltall   
(23.06.2014, https://glm.io/107376 )
Fortnite: Battle Royale auf der Playstation 4 gegen das iPhone   
(09.03.2018, https://glm.io/133246 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/