Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/quartalszahlen-amd-steigert-umsatz-und-gruendet-joint-venture-1510-116931.html    Veröffentlicht: 16.10.2015 00:53    Kurz-URL: https://glm.io/116931

Quartalszahlen

AMD steigert Umsatz und gründet Joint Venture

Mehr Umsatz und ein Joint Venture, aber auch ein dickes Minus: AMDs Konsolengeschäft läuft, die Grafikkarten- sowie CPU-Sparte macht Verlust und erneut geht ein hochrangiger Manager.

Dank des anstehenden Weihnachtsgeschäfts geht es etwas aufwärts für AMD: Das Unternehmen vermeldet für das dritte Quartal 2015 einen unerwartet hohen Umsatz von 1,06 Milliarden US-Dollar und einen Verlust von 197 Millionen US-Dollar. Verglichen mit dem vergangenen zweiten Quartal 2015 hat AMD zwar etwas mehr Umsatz generiert, rutscht aber noch weiter ins Minus. Wie so oft ist der Verlust der Grafikkarten- sowie CPU-Sparte geschuldet, dort musste AMD 65 Millionen US-Dollar für Kaveri-Chips abschreiben.

Generell läuft die Abteilung weiterhin schlecht, die 181 Millionen US-Dollar Verlust sind allerdings nur halb so viel wie im vergangenen Jahr. Hier spielen die neuen Fij-basierten Grafikkarten wie die Fury X und die Nano sowie die Carrizo-Chips eine wichtige Rolle. Das Semi-Custom-Geschäft erwirtschaftete hingegen einen Gewinn von 84 Millionen US-Dollar, da sich Microsoft und Sony auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiten, und AMD neue Embedded- sowie Workstation-Grafikeinheiten vorgestellt hat.

Entlassungen, Abgänge und ein Joint Venture

Ein weiterer Grund für AMDs Verlust sind 48 Millionen US-Dollar an Aufwendungen für gekündigte Mitarbeiter, 500 zusätzliche Entlassungen sind bereits vorgesehen. Zudem verzeichnet AMD einen prominenten Abgang: Phil Rogers, Senior Fellow und bisheriger HSA-Chef, ist zum Konkurrenten Nvidia gewechselt und zeichnet dort für Server-Computing verantwortlich.

320 Millionen US-Dollar an Gewinn ist dem Joint Venture mit Nantong Fujitsu Microelectronics (NFME) zuzuschreiben, an dem AMD jedoch nur 15 Prozent hält. In Penang in Malaysia und Suzhou in China verkaufte AMD fünf Einrichtungen. Vor Ort wird das ATMP-Geschäft ausgelagert, was unter anderem Funktionsprüfungen und das Packaging von Chips beinhaltet.

Für das vierte Quartal 2015 erwartet AMD einen Umsatzrückgang von 7 bis 13 Prozent, da die Chips für das Weihnachtsgeschäft längst verkauft sind.  (ms)


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