Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-windows-10-erhaelt-verschachtelte-virtualisierung-1510-116914.html    Veröffentlicht: 15.10.2015 10:47    Kurz-URL: https://glm.io/116914

Microsoft

Windows 10 erhält verschachtelte Virtualisierung

Virtualisierung innerhalb einer virtuellen Maschine: Das wird in Windows 10 integriert. In der aktuellen Vorabversion von Windows 10 ist verschachtelte Virtualisierung bereits in Grundzügen möglich.

Mit Windows 10 wird es möglich sein, in einer virtualisierten Windows-Version eine weitere virtuelle Maschine mit einem anderen Betriebssystem zu verwenden. Die Funktion ist etwas versteckt im aktuellen Insider-Build 10565 von Windows 10 enthalten, darauf weist Microsoft erst nach dem Erscheinen der neuen Build-Version in einem separaten Blog-Posting hin.

Noch befinden sich die Funktionen für die verschachtelte Virtualisierung (Nested Virtualization) im Anfangsstadium, so dass vieles noch nicht wie vorgesehen funktioniert. Vor allem müssen eine Reihe spezieller Bedingungen erfüllt werden, damit die Funktion genutzt werden kann.

Aktuelles Hyper-V ist Pflicht

So läuft die verschachtelte Virtualisierung vorerst ausschließlich mit Hyper-V, später sollen aber auch andere Virtualisierungslösungen unterstützt werden. Hyper-V muss derzeit in der aktuellen Version vorliegen, ältere werden nicht unterstützt. Auch ist der Einsatz mit Windows Server 2012R2 oder einem älteren Windows-10-Build nicht möglich, nur der Build 10565 verträgt sich damit.

Die Funktion Dynamic Memory darf nicht aktiviert sein, ansonsten kann die virtuelle Maschine nicht hochfahren. Auch das Sichern und Wiederherstellen, das Anlegen von Checkpoints sowie die Live-Migration stehen bislang nicht zur Verfügung. Die jetzige Fassung setzt Intels Virtualisierungstechnik VT-x voraus, prinzipiell soll später aber auch die Variante AMD-V unterstützt werden.

Für die Bereitstellung der Netzwerkfunktionen im Gastsystem muss MAC-Spoofing eingeschaltet sein und die Sicherheitsfunktion Virtualization Based Security (VBS) muss deaktiviert werden, damit das Gastsystem die Virtualisierungserweiterungen verwenden kann.

Noch nicht für Produktiveinsatz geeignet

Aufgrund der genannten Beschränkungen rät Microsoft ausdrücklich vom Einsatz in Produktivumgebungen ab. Microsoft erläutert im zugehörigen Blog-Posting Schritt für Schritt, wie sich die verschachtelte Virtualisierung in Windows Build 10565 aktivieren und verwenden lässt.

Microsoft hat bisher keinen Zeitplan genannt, ab wann die verschachtelte Virtualisierung final zur Verfügung stehen wird.  (ip)


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