Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/twitch-tv-html5-statt-flash-und-video-uploads-1509-116548.html    Veröffentlicht: 28.09.2015 17:40    Kurz-URL: https://glm.io/116548

Twitch.TV

HTML5 statt Flash und Video-Uploads

Das Videoportal Twitch.tv plant größere Neuerungen: So sollen etwa Let's Player künftig auch vorproduzierte Videos hochladen können. Außerdem soll Mitte 2016 der Umstieg von Flash zu HTML5 vollzogen sein.

Das zu Amazon gehörende Videoportal Twitch.tv hat auf einer Hausmesse eine Reihe von Neuerungen angekündigt. Aus technischer Sicht wohl am wichtigsten: Mitte 2016 sollen die Filme nicht mehr in Flash, sondern über einen HTML5-Player ausgeliefert werden. Bereits im Juni 2015 hatte Twich.tv bei einem Update seiner Benutzeroberfläche einige HTML5-Kontrollelemente eingebaut.

Ebenfalls 2016 sollen Nutzer die Möglichkeit bekommen, Videos auf Twitch.tv hochzuladen - was bislang der größte Vorteil des Konkurrenten Youtube und seines Ablegers Youtube Gaming ist. Auf Twitch.tv lassen sich bislang lediglich live ausgestrahlte Inhalte ins Archiv stellen. Die Upload-Funktion dürfte vor allem für die Macher von Let's-Play-Inhalten ein Grund sein, künftig auch auf Twich.tv zu setzten. Sie produzieren ihre Videos meist am Stück im Voraus, und stellen sie dann nach und nach online.

Weitere geplante Neuerungen: Im Herbst 2015 soll es eine neue App für die Playstation Vita sowie für die PS3 und die PS4 geben. Sie soll besonders einfachen Zugang zu Videos ermöglichen. Bereits im Oktober soll das Chatprogramm überarbeitet werden. Außerdem soll es Wiedergabelisten für Videos geben, die dann auch offline abgespielt werden können.

Die Bedeutung von Gaming-Videoangeboten wächst derzeit rasant. Kürzlich hatte das US-Marktforschungsunternehmen Superdata eine Studie veröffentlicht, der zufolge mit solchen Inhalten rund 3,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 insbesondere über die Marktführer Twitch.tv und Youtube erwirtschaftet werden. Rund 77 Prozent der Umsätze - also rund 2,9 Milliarden US-Dollar - werden mit Werbung verdient, der Rest mit kostenpflichtigen Inhalten, insbesondere von E-Sport-Events, sowie mit Spenden.  (ps)


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