Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0101/11583.html    Veröffentlicht: 09.01.2001 15:00    Kurz-URL: https://glm.io/11583

Spieletest: Colin Mc Rae 2.0 - Die neue Rallye-Referenz

Erneutes Rennspiel-Highlight von Codemasters

Obwohl das Programm mittlerweile schon zwei Jahre auf dem Buckel hat, greifen begeisterte PC-Rallyefahrer immer noch häufig zu Colin Mc Rae - schließlich bot keines der danach in Massen erschienenen Rennspiele eine ähnliche Faszination und Spieltiefe. Die Entwickler von Codemasters haben nun die Fortsetzung des Rennspektakels veröffentlicht.

Gerade auf dem PC hält sich Codemasters mit Veröffentlichungen sehr zurück, wenn dann ein Programm erscheint, kann es aber zumeist durch herausragende Qualität beeindrucken. Im Falle von Colin Mc Rae 2.0 ist das nicht anders: Bereits das kühle, aber überaus stilvolle und funktionelle Menüdesign mitsamt der elektronischen Musikuntermalung kann auf ganzer Linie überzeugen.

Screenshot #1
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Auffälligste Neuerung im Spiel ist der neu geschaffene Arcade-Modus, der nun nicht nur die Fahrt einer "richtigen" Rallye, sondern auch direkte Rennen gegen menschliche oder vom Computer gesteuerte Gegner ermöglicht. Die Intelligenz der PC-Raser ist dabei beeindruckend hoch, an der bereits im Vorgänger überaus realistischen Fahrphysik ließ sich sowieso kaum noch etwas verbessern.

Screenshot #2
Screenshot #2
Ein Haken an der Professionalität ist natürlich, dass Anfänger auch auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad wohl einige Runden brauchen werden, bevor sie mit den Meistern mithalten können, insbesondere Drifts durch die Kurve und das korrekte Bremsen erweisen sich weitaus komplizierter als bei ähnlichen Programmen. Dafür wird aber prinzipiell jedes Eingabegerät unterstützt, die frei konfigurierbare Steuerung dürfte auch sehr anspruchsvolle Spieler voll und ganz zufrieden stellen.

Screenshot #3
Screenshot #3
Optisch sind nicht nur die 13 originalgetreuen Rallye-Fahrzeuge, sondern auch die Strecken in acht unterschiedlichen Ländern wie etwa Finnland oder Australien eine wahre Augenweide, vor lauter Staunen über glänzenden Lack, schicke Lichteffekte oder wunderschöne Landschaften könnte man fast das Fahren vergessen. Unbedingt nicht vergessen sollte man die richtige Hardware: Ein flüssiges Rennvergnügen verlangt nach einem P III mit 128 MB RAM.

Screenshot #4
Screenshot #4
Zusätzliche Extras fördern auch die Langzeitmotivation: So winken bei erfolgreicher Absolvierung einzelner Rallye-Kurse Bonusfahrzeuge als Siegbeigabe, wer etwa schon immer mal mit dem Mini Cooper über das Geröll heizen wollte, bekommt hier die Möglichkeit dazu. Fast unnötig zu erwähnen, dass auch die wuchtigen Motorengeräusche und die recht ausführlichen Kommentare des Beifahrers mit zum Besten gehören, was man bisher im PC-Cockpit erfahren durfte.

Fazit:
Colin Mc Rae 2.0 macht die weitere Veröffentlichung durchschnittlicher Rallye-Spiele zu einer überflüssigen Zeitverschwendung. Selten wurde ein Rennspektakel derart perfekt umgesetzt wie in diesem Fall. Wer über die nötige Hardware verfügt, sollte also nicht zögern und sich dieses Highlight schleunigst zulegen.  (tw)


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