Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/m-2-2230-toshiba-zeigt-weltweit-kleinste-nvme-ssd-1508-115730.html    Veröffentlicht: 13.08.2015 07:11    Kurz-URL: https://glm.io/115730

M.2-2230

Toshiba zeigt weltweit kleinste NVMe-SSD

Gesteckt oder verlötet: Toshiba hat die kompakteste SSD mit NVMe-Protokoll vorgestellt, die kaum größer als eine SD-Speicherkarte ist. Die verlötete Version ist sogar noch ein bisschen kleiner.

Toshiba hat das nach eigenen Angaben weltweit kompakteste Solid State Drive mit NVMe-Protokoll vorgestellt. Die BG1 genannte SSD wird entweder als M.2-Steckkärtchen im 2230-Format ausgeliefert oder als 16 x 20 mm kleiner BGA-Baustein, der direkt mit der Platine verlötet wird. Eingesetzt werden soll der Winzling in Detachable-Geräten oder sogenannten Performance-Tablets. Das kommende Surface Pro 4 wäre beispielsweise eine Option.

Hinsichtlich der technischen Daten wollte sich Toshiba wortwörtlich nicht in die Karten schauen lassen, unter dem Aufkleber aber sind uns bekannte Bauteile vorhanden: Der 88NV1140-Controller stammt von Marvell, er unterstützt das NVMe-Protokoll für kürzere Latenzen und wird über zwei PCIe-2.0-Lanes angebunden. Der Chip beherrscht zudem den L1.2-Schlafzustand, was für Instant Go (Connected Standby) unter Windows wichtig ist.

Beim Flash-Speicher verwendet Toshiba keine der neuen 256-GBit-TLC-Bausteine, sondern den schon länger verfügbaren 128-GBit-TLC-Flash. Die BG1-SSD wird mit 128 und 256 GByte Kapazität angeboten, eine zusätzliche Cache-Stufe unterstützt der Marvell-Controller nicht. Ohnehin wäre auf dem M.2-Steckkärtchen dafür kein Platz, ein Chip vorne und einer hinten entsprechen bereits einer Vollbestückung der kleinen SSD.

Die wenigen Leistungswerte der BG1-SSD klingen gut: Toshiba gibt eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von bis zu 715 und eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 228 MByte pro Sekunde an. Zu den gerade bei Verwendung des NVMe-Protokolls interessanten Input-/Output-Operationen pro Sekunde macht der Hersteller keine Angaben.

Für Endkunden dürften die BG1-SSDs kaum interessant sein, bei großen OEMs wie Microsoft hingegen könnte durchaus Nachfrage bestehen.  (ms)


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