Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/steam-vr-augmented-reality-fuer-die-zukunft-virtual-reality-fuer-jetzt-1508-115574.html    Veröffentlicht: 04.08.2015 15:13    Kurz-URL: https://glm.io/115574

Steam VR

Augmented Reality für die Zukunft, Virtual Reality für jetzt

HTC Vive hätte genauso gut ein Gerät für Augmented statt für Virtual Reality werden können. Doch Valve entschied sich bewusst dagegen.

Designer und Entwickler Yassir Malaika von Valve ist in seinem Vortrag über Virtual Reality auf der GDC Europe 2015 auch auf Hololens und die Entwicklung zur Augmented Reality eingegangen: Während der Entwicklungsphase für das VR-Headset Vive und Steam VR gab es laut Malaika Überlegungen, ein eigenes AR-Headset, ähnlich Microsofts Hololens, zu bauen. Valve entschied sich aus Qualitätsgründen allerdings dagegen.

Augmented Reality ist für die Zukunft

"Die Technologie für ein Qualitätsprodukt ist aktuell noch nicht gegeben", so Malaika in seinem Vortrag. "Wir haben uns auch aus Zeitgründen dazu entschieden, ein Virtual-Reality-Produkt auf den Markt zu bringen. Augmented Reality begeistert uns aber ebenso, und wir werden das Thema in der Zukunft sicher weiter verfolgen."

Malaika sieht Augmented-Reality-Elemente in der Virtual Reality als den nächsten Schritt an. So sollte es durchaus möglich sein, Räume und Gegenstände zu scannen und sie so in die virtuelle Realität zu implementieren. Stühle, Tische und andere Objekte könnten zudem mit Sensoren ausgestattet werden, um sie in VR zu nutzen.

Entwicklern sollte dabei aber immer bewusst sein, dass die Interaktion von Spielern mit der virtuellen Welt so einfach wie möglich gehalten werden müsse. Malaika sieht das Uncanny Valley für VR als ein großes Problem an, das die Immersion und damit den Spielspaß schnell komplett ruinieren könne.

Daher plädierte auch er in seinem Vortrag wie John Foster von Sony - wir berichteten - gegen zu viel Realismus in der virtuellen Realität. Einen Hebel zu ziehen, um eine Tür zu öffnen, mache die ersten fünf Male Spaß, danach könnte die Aktion aber auch durchaus durch eine simplere Geste ersetzt werden, damit sich der Spieler nicht langweile.

Auch das Gameplay könne in den Anfängen von VR simpel gehalten werden. So ist es für Malaika durchaus vorstellbar, dass Open-World-Spiele wie GTA durch eine Form von Teleportation ermöglicht werden. Der Spieler könnte sich mit einer Art Portal-Gun zu anderen Orten in der Spielwelt beamen. Auf diese Weise könnten Spieler ihren limitierten physikalischen Raum überwinden.  (mw)


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