Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/breakthrough-listen-russischer-industrieller-finanziert-suche-nach-e-t-1507-115334.html    Veröffentlicht: 20.07.2015 18:00    Kurz-URL: https://glm.io/115334

Breakthrough Listen

Russischer Industrieller finanziert Suche nach E.T.

Sind wir allein oder gibt es da draußen noch anderes intelligentes Leben? Für die Antwort auf diese Frage stellt der russische Industrielle Juri Milner 100 Millionen US-Dollar bereit. Sein Projekt Breakthrough Listen wird von bekannten Wissenschaftlern unterstützt.

Endlich Geld für Außerirdische - genauer: für die Suche nach ihnen. Der russische Unternehmer Juri Milner hat ein Projekt zur Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search für Extraterrestrial Intelligence, Seti) gegründet und mit viel Geld ausgestattet. Dazu gehört auch ein Preisgeld für die Entdeckung eines Lebenszeichens von E.T.

100 Millionen US-Dollar hat Milner für das Projekt Breakthrough Listen bereitgestellt, das eine Laufzeit von zehn Jahren hat. Ein Großteil des Geldes soll für Beobachtungszeit an zwei der größten Radioteleskope der Welt aufgewendet werden: dem CSIRO Parkes Observatory im Südosten Australiens und dem Robert C. Byrd Green Bank Telescope im US-Bundesstaat West Virginia.

Forscher sollen Open-Source-Software nutzen

Mit den beiden Radioteleskopen sollen die Forscher nach Signalen suchen, die von einer außerirdischen Zivilisation ausgestrahlt werden. Der erste, dem das gelingt, soll eine Belohnung in Höhe von einer Million US-Dollar erhalten. Bei ihrer Arbeit sollen die Forscher quelloffene Software einsetzen. Die gesammelten Daten sollen frei verfügbar gemacht werden. Auch für Privatnutzer soll es - vergleichbar dem Projekt Seti@home - die Möglichkeit geben, sich an der Suche zu beteiligen.

Breakthrough Listen bekommt prominente Unterstützung, etwa von Andrew Siemion, der das Seti-Projekt an der Universität von Kalifornien in Berkeley leitet, oder von Frank Drake. Der Astronom hat eine nach ihm benannte Gleichung aufgestellt, nach der man berechnen können soll, wie viele außerirdische Zivilisationen existieren, die in der Lage und gewillt sind, mit anderen Zivilisationen zu kommunizieren.

Der bekannteste Unterstützer dürfte Stephen Hawking sein. Für den britischen Physiker gilt es als ausgemacht, dass es weiteres intelligentes Leben im Universum gibt. Allerdings rät er strikt davon ab, Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen, da sie uns mutmaßlich nicht wohlgesonnen sein würden. Wenn sie bei uns landeten, könnte die Begegnung für die Menschheit schlecht ausgehen, befürchtet er.  (wp)


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