Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/deep-silver-zusammenarbeit-mit-yager-bei-dead-island-2-beendet-1507-115231.html    Veröffentlicht: 15.07.2015 11:02    Kurz-URL: https://glm.io/115231

Deep Silver

Zusammenarbeit mit Yager bei Dead Island 2 beendet

Seit knapp zwei Jahren arbeitet der Berliner Entwickler Yager an Dead Island 2. Jetzt stoppt Publisher Deep Silver die Zusammenarbeit mit dem Studio.

Das Berliner Entwicklerstudio Yager arbeitet nicht mehr an Dead Island 2. Das hat Publisher Deep Silver bekanntgegeben. Bei der Marke legten sie viel Wert darauf, "genau den Nachfolger abzuliefern, den die Fans verdienen", äußert sich Deep Silver etwas kryptisch. Weitere Informationen will die Firma später veröffentlichen.

Eigentlich sollte das auf der Unreal Engine 4 basierende Dead Island 2 Anfang 2015 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen. Im April 2015 wurde die Veröffentlichung des Zombie-Actionspiels auf Anfang 2016 verschoben. Schon länger war von dem Titel öffentlich nichts mehr zu sehen, auch nicht auf der E3 2015 - dabei war das erste, vom polnischen Entwickler Techland produzierte Dead Island gerade in den USA sehr erfolgreich.

Spieler sollten in Dead Island 2 in mehreren Klassen antreten, etwa als Berserker mit einer Spezialisierung auf Nahkampf, als sogenannter Speeder mit einem Schwert, als Hunter mit einer Armbrust oder als Bishop. Es sollte eine Kampagne mit Handlung geben, in der ein Hippie namens Max und dessen Katze Rick Furry eine Rolle spielen.

Yager arbeitet parallel an einem Free-to-Play-Spiel für Windows-PC namens Dreadnought, in dem Spieler in Raumschiffen auf Planetenoberflächen gegen- und miteinander kämpfen. Auf den ersten Blick erinnert dies an Yager - so hieß das erste, 2003 veröffentlichte Actionspiel des Entwicklerstudios.

Nachtrag vom 15. Juli 2015, 14:15 Uhr

Inzwischen hat sich Yager-Chef Timo Ullmann zum Entwicklungsstopp in seinem Studio geäußert: "Das Ziel des Teams war es, Dead Island 2 qualitativ auf das nächste Level zu heben. Leider zeigte sich, dass sich unsere Vision für das Spiel nicht mehr mit der von Deep Silver deckt, was schlussendlich zur bedauerlichen Trennung führte."

Außerdem betont Ullmann, dass Yager sich der "Entwicklung von Titeln in AAA-Qualität verschrieben" habe.

Letztlich dürfte die Aussage des Studiochefs so zu verstehen sein, dass Yager bei der Produktion mehr Aufwand betreiben wollte, als Deep Silver bereit war zu finanzieren oder an zusätzlicher Zeit zu gewähren.  (ps)


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