Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/internet-cisco-kauft-opendns-1506-114961.html    Veröffentlicht: 30.06.2015 17:11    Kurz-URL: https://glm.io/114961

Internet

Cisco kauft OpenDNS

Cisco übernimmt OpenDNS für 635 Millionen US-Dollar. Der Internetdienstleister, der DNS-Abfragen beantwortet, ist die erste größere Übernahme, seit Cisco einen neuen Chef benannt hat.

Cisco Systems will das Internet-Sicherheitsunternehmen OpenDNS für 635 Millionen US-Dollar kaufen. Das gab der Netzwerkausrüster am 30. Juni 2015 bekannt. Cisco gehört bereits zu den Investoren von OpenDNS.

OpenDNS wurde 2005 gegründet und hat nach eigenen Angaben 65 Millionen Kunden. Wer seine Dienste nutzen möchte, muss dafür nur die entsprechenden Nameserver in seine Verbindungseinstellungen eintragen. Der Anbieter hatte im Jahr 2006 einen neuen Domain-Name-System-Dienst (DNS) vorgestellt, der sicherer und schneller sein sollte als die DNS-Server der Provider. So blockiert OpenDNS automatisch bekannte Phishing-Seiten und warb mit einem großen Cache, um die Namensauflösung zu beschleunigen. Auch Tippfehler korrigiert das System: Gibt der Nutzer nichtexistierende Domain-Namen ein, leitet OpenDNS ihn auf eigene Seiten mit Werbung weiter, worüber sich der Dienst finanziert.

Firmenchef David Ulevitch geht zu Cisco

Der frühere Hacker und Firmenchef David Ulevitch hatte die Firma gleich nach dem College gegründet. Er holte in drei Finanzierungsrunden 51 Millionen US-Dollar von Investoren wie Greylock, Sutter Hill Ventures, Sequoia Capital und Chris Sacca. Der Cash Flow des Unternehmens soll seit dem Jahr 2007 positiv sein.

Ulevitch und sein Team werden in die Ciscos Security Business Group eingegliedert, die David Goeckeler führt. Der Kauf soll erst Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Cisco hatte am 4. Mai bekanntgegeben, dass John Chambers zum 26. Juli die Konzernführung abgeben werde. Er war seit Januar 1995 Präsident und Chief Executive Officer von Cisco. Nachfolger wird Ciscos Senior Vice President World-Wide Operations, Chuck Robbins.  (asa)


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