Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/sourcepoint-ex-google-manager-bietet-blocker-gegen-adblocker-1506-114772.html    Veröffentlicht: 19.06.2015 13:51    Kurz-URL: https://glm.io/114772

Sourcepoint

Ex-Google-Manager bietet Blocker gegen Adblocker

Einen Blocker für Adblocker-Nutzer hat das Team von Sourcepoint entwickelt, das dafür 10 Millionen US-Dollar Risikokapital erhalten hat. Gründer Ben Barokas war zuvor im Google-Management.

Sourcepoint bietet einen Inhalteblocker für Adblock-Nutzer. Das Unternehmen des früheren Google-Topmanagers Ben Barokas stellt für Onlinemedien eine Reihe von Tools vor, berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf Barokas. Eines davon ermöglicht es, Adblock-Nutzern redaktionelle Inhalte nicht anzuzeigen.

Barokas verkaufte den Online-Werbe-Optimierer Admeld im Jahr 2011 für 400 Millionen US-Dollar an Google. Er wurde General Manager von Googles Bereich Global Marketplace Development. Das 2007 gegründete Unternehmen Admeld bot Onlineunternehmen Werkzeuge, um ihre Werbeplätze in Realtime an den Meistbietenden zu verkaufen.

Wie Sourcepoint mit Sitz in New York bekanntgab, erhielt das Unternehmen 10 Millionen US-Dollar Risikokapital von Investoren wie Spark Capital, Foundry Group, Greycroft und Accel Partners Europe.

Werbeumsätze sinken wegen Adblockern

Zum Team von Sourcepoint gehören Brian Kane, der ehemalige Chief Operating Officer des Videounternehmens Liverail, das von Facebook übernommen wurde, Geir Magnusson, früher Chief Technical Officer von Appnexus, und die Gründer Jeroen Seghers, JP Carlucci und Matt Adkisson.

"Premium-Verlage machen sich zunehmend Sorgen um ihre Fähigkeit, Umsätze mit Hilfe ihrer Inhalte zu erzeugen, vor allem angesichts des steigenden Drucks, der unter anderem durch den sprunghaft wachsenden Einsatz von Adblockern und die unzureichenden Einnahmemöglichkeiten bei Mobilgeräten entstanden ist", erklärte das Unternehmen. "Sourcepoint geht diese Probleme mit einer Plattform für die Vergütung von Inhalten an, die ein nachhaltiges Medienumfeld über eine faire Tauschbeziehung zwischen Verbrauchern und Verlagen unterstützt."

In den USA lägen die Raten beim Blockieren von Werbung derzeit zwischen 15 und 20 Prozent. In vielen europäischen Ländern seien sie sogar noch höher.  (asa)


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