Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/taiyo-yuden-einer-der-groessten-rohlinghersteller-gibt-auf-1506-114685.html    Veröffentlicht: 16.06.2015 11:21    Kurz-URL: https://glm.io/114685

Taiyo Yuden

Einer der größten Rohlinghersteller gibt auf

Taiyo Yuden, nach eigenen Angaben Marktführer bei der Herstellung optischer Medien, zieht sich komplett aus dem Markt zurück. Das Geschäft mit CD-, DVD- und Blu-ray-Rohlingen lohnt sich nicht mehr. Die Japaner beenden das Geschäft innerhalb weniger Monate.

Nach den magnetooptischen Medien verschwinden nun anscheinend auch langsam die optischen Medien aus den Händlerregalen. Ausgerechnet einer der größten Hersteller von Rohlingen und nach eigenen Angaben sogar Marktführer zieht sich zurück: Taiyo Yuden. Das japanische Unternehmen war lange für seine CD-, DVD- und in neueren Zeiten auch Blu-ray-Rohlinge bekannt; obwohl die Medien kaum selbst vermarktet wurden, genossen sie einen guten Ruf.

Viele Medientypen produziert Taiyo Yuden ohnehin nicht mehr. CDs gibt es nur noch als CD-R mit 650 oder 700 MByte Kapazität. Bei den DVDs werden noch die +R- und -R-Medien in der einlagigen Variante (4,7 GByte) produziert. Außerdem ist noch die DVD+R DL im Angebot, mit 8,5 GByte Kapazität.

Nur bei Blu-rays bietet Taiyo Yuden noch wiederbeschreibbare Medien an. Neben dieser BD-RE gibt es noch die einlagige, vor Jahren noch etwas problematische BD-R LTH (Low to High statt High to Low) und die zweilagige BD-R DL mit 50 GByte Kapazität.

Taiyo Yuden will bereits zum Ende des Jahres 2015 den Verkauf aller verbliebenen Rohlingtypen einstellen. Für das Unternehmen lohnt sich die Herstellung wegen immer steigender Festplattenkapazitäten und der Lagerung von Daten in Cloud-Diensten nicht mehr. Große Auswirkungen auf das eigene Geschäft und die Gewinne sieht das Unternehmen nicht. Allerdings strukturiert sich Taiyo Yuden um, um vor allem hochtechnische Produkte anbieten zu können.

Kaum noch Steigerungen bei der Kapazität von Rohlingen

Optische Medien haben in den vergangenen Jahren viel an Bedeutung verloren. Nach den magnetooptischen Medien (MODs - Magneto-Optical Disk) war in den vergangenen Jahren auch bei den rein optischen Medien kaum noch eine Kapazitätssteigerung zu sehen. Zwar wird an Blu-ray Discs mit 256 und sogar 512 GByte Kapazität gearbeitet, doch im Handel sind selbst 100-GByte-Medien nur von einer Handvoll Anbietern verfügbar. BD-XL sieht sogar 128 GByte vor. Das sind Speicherkapazitäten, die mittlerweile selbst USB-Sticks und SD-Karten bieten. Die Archival Disc von Panasonic und Sony soll sogar 1 TByte erreichen.

Einen Überblick über die Geschichte verschiedener Speichermedien, auch jene, die zur Archivierung genutzt werden können, liefert unser Minidisc-Artikel: Das letzte Speichersystem seiner Art.  (ase)


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