Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-preise-systemanforderungen-und-limitierungen-fuer-windows-10-1506-114406.html    Veröffentlicht: 02.06.2015 10:44    Kurz-URL: https://glm.io/114406

Microsoft

Preise, Systemanforderungen und Limitierungen für Windows 10

Microsoft hat eine Reihe weiterer Details rund um Windows 10 bekanntgegeben. Neben den Preisen für das Betriebssystem liegen die Systemanforderungen und die Upgrade-Pfade vor. Mit dem Wechsel verschwinden auch einige Funktionen.

Die endgültigen Preise für Windows 10 stehen fest, und Microsoft hat einige weitere Details zu dem Betriebssystem bekanntgegeben. Windows 10 Home kostet 120 US-Dollar und Windows 10 Pro 200 US-Dollar, wie Cnet und Neowin berichten. Die Angaben stammen von Microsoft. Ein Upgrade von der Home-Ausführung auf die Pro-Edition kostet 100 US-Dollar. Ende Juni 2015 hat Microsoft einen deutschen Preis für Windows 10 Home genannt, der bei 135 Euro liegen wird. Den Preis für Windows 10 Pro hat der Hersteller noch nicht genannt, er könnte rund 220 Euro betragen.

Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 brauchen für das Upgrade auf Windows 10 im ersten Jahr nach der Markteinführung nicht zu bezahlen, seit dieser Woche können sie sich dafür registrieren. Wer eine ältere Windows-Version hat oder im ersten Jahr nach der Markteinführung von Windows 10 nicht das kostenlose Upgrade nutzt, muss die oben genannten Preise bezahlen. Wer das kostenlose Upgrade erhalten hat, kann es auf dem betreffenden System weiterhin nutzen und muss nach dem Jahr nichts bezahlen. Mit dem Upgrade darf das komplette System gelöscht und Windows 10 auf dem gleichen Computer jederzeit neu aufgespielt werden.

Keine verlässlichen Informationen gibt es weiterhin dazu, ob es speziell für Windows XP ein vergünstigtes Upgrade auf Windows 10 geben wird. Einem Bericht zufolge ist es geplant, soll 40 US-Dollar kosten und damit klar unterhalb der regulären Windows-10-Preise liegen.

Systemanforderungen für Windows 10

Zudem hat Microsoft die Systemanforderungen für Windows 10 bekanntgegeben. So wird es das Upgrade nur für Windows 7 und Windows 8.1 geben. Für Windows 8.0 wird das Upgrade nicht angeboten, der Anwender muss also vorher sein System aktualisieren. Für Windows-7-Nutzer ist der Wechsel auf Windows 10 nur möglich, wenn sie das Service Pack 1 installiert haben.

Die weiteren Systemanforderungen können als moderat gelten. So erwartet Windows 10 einen Prozessor mit einer Taktrate von mindestens 1 GHz. Auf 32-Bit-Systemen müssen mindestens 1 GByte RAM und 16 GByte Platz auf der Festplatte vorhanden sein. Bei 64-Bit-Systemen werden 2 GByte RAM und 20 GByte Festplattenplatz erwartet. Zudem muss die Grafikkarte mindestens DirectX 9 mit WDDM-1.0-Treibern unterstützen. Das verwendete Display sollte eine Mindestauflösung von 1.024 x 600 Pixeln liefern. Idealerweise sollte ein System für Windows 10 aber deutlich besser ausgestattet sein.

Upgrade-Pfade auf Windows 10

Auch die Upgrade-Pfade für die verschiedenen Windows-Versionen hat Microsoft bekanntgegeben. Nutzer der Windows-7-Editionen Starter, Home Basic und Home Premium erhalten Windows 10 Home. Das gilt auch für Nutzer von Windows 8.1. Windows 10 Pro gibt es für Nutzer von Windows 7 Professional, Windows 7 Ultimate sowie Windows 8.1 Pro.

Windows 10 kappt Funktionen

Wer auf Windows 10 wechselt, bekommt eine Reihe neuer Möglichkeiten - einige Funktionen fallen aber auch weg. Denn es gibt einschneidende Änderungen am Update-Verhalten des Betriebssystems. Nutzer von Windows 10 Home können die automatischen Updates nicht mehr abschalten, das wird nur in Windows 10 Pro und der Enterprise-Ausführung des Betriebssystems möglich sein.

Keine Media-Center-Funktionen in Windows 10

Außerdem verschwinden die Media-Center-Komponenten komplett aus dem Betriebssystem. Wer diese Funktionen in Windows 7 oder Windows 8 Pro verwendet, sollte sich also gut überlegen, ob er einen Wechsel auf Windows 10 vornehmen möchte. Im Zuge dessen wurden auch die Möglichkeiten entfernt, DVD-Spielfilme ohne weitere Zusatzsoftware abspielen zu können.

Einschränkungen gibt es auch für Windows-7-Nutzer, die Gadgets verwenden. Diese Gadgets stehen ebenfalls nach einem Upgrade auf Windows 10 nicht mehr zur Verfügung.

Hearts verschwindet aus Windows 10

Das Windows-7-Spiel Hearts verschwindet ebenfalls nach einem Wechsel auf Windows 10. Solitaire und Minesweeper werden gegen neuere Versionen der Titel ausgetauscht. Außerdem wird Candy Crush Saga Bestandteil des Betriebssystems.

Wer noch ein USB-Diskettenlaufwerk verwendet, muss sich die passenden Treiber für Windows 10 besorgen und sie installieren; erst dann kann er das Zubehörgerät verwenden. Die Treiber soll es entweder bei Microsoft oder beim Gerätehersteller geben. Für Nutzer von Windows Live Essentials ändert sich auch etwas: Die Onedrive-Software wird durch die Inbox-Version von Onedrive ersetzt.

Bei einem Upgrade wird versucht, so viele Daten und Einstellungen wie möglich zu übernehmen. Microsoft schränkt aber ein, dass manche Programme möglicherweise nach dem Update nicht mehr laufen. Dies lässt sich mit der speziellen Software Get Windows 10 überprüfen, die Microsoft anbietet.

Upgrade überprüft den Virenscanner

Beim Upgrade wird auch geprüft, ob der verwendete Virenscanner aktuell ist und ob die Lizenz dafür noch gültig ist. Wird eine ältere Version des Virenscanners mit einer gültigen Lizenz verwendet, wird der installierte Virenscanner entfernt und durch die aktuelle Version ersetzt. Die Einstellungen werden dabei übernommen, wie Microsoft verspricht. Ist die Lizenz für den Virenscanner abgelaufen, wird der vorhandene Virenscanner ebenfalls deinstalliert und durch Windows Defender ersetzt.

Upgrade wird vorab heruntergeladen

Microsoft bringt Windows 10 am 29. Juli 2015 auf den Markt. Es wird dann für Privatkunden sowie kleine und mittelständische Unternehmen zur Verfügung stehen. Damit an dem Tag nicht die Server von Microsoft unter der hohen Last zusammenbrechen, können sich Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 bereits für den kostenlosen Download registrieren. Diese Nutzer können schon vor dem 29. Juli Installationsdateien herunterladen. Damit will Microsoft erreichen, dass möglichst viele Nutzer am Stichtag das Upgrade ohne Schwierigkeiten durchführen können.

Zunächst werden aber nur die fünf Millionen Teilnehmer am Windows-Insider-Programm das Windows-10-Upgrade am Stichtag erhalten. Generell wird das Update in mehreren Etappen verteilt und die normalen Kunden sind erst dran, wenn alle Windows-Insider-Nutzer versorgt sind. Ein genauerer Zeitplan liegt derzeit nicht vor. Es ist also durchaus denkbar, dass viele Kunden mehrere Tage oder sogar Wochen warten müssen, bis sie das kostenlose Upgrade erhalten.

Die Enterprise-Ausführung von Windows 10 wird erst später erscheinen. Mittlerweile hat Microsoft den 1. August 2015 als Starttermin genannt. Die übrigen Varianten von Windows 10 etwa für Smartphones oder Internet-der-Dinge-Geräte kommen ebenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt. Einen Termin dafür hat der Hersteller bislang nicht genannt.

Nachtrag vom 3. Juni 2015, 9:06 Uhr

Microsoft hat Informationen bezüglich des Gratis-Upgrades nachgereicht. Das System darf komplett gelöscht werden, um anschließend Windows 10 auf dem gleichen Computer neu aufzuspielen. Der Meldungstext wurde an der entsprechenden Stelle ergänzt.

Nachtrag vom 24. Juni 2015

Microsoft hat erstmals einen deutschen Preis für die Verkaufsversion von Windows 10 genannt. Windows 10 Home wird demnach 135 Euro kosten, der Preis für die Pro-Version dürfte bei rund 220 Euro liegen. Der Artikel wurde entsprechend erweitert.

Nachtrag vom 3. Juli 2015

Microsoft hat mittlerweile weitere Details zur Verteilung des Gratis-Upgrades genannt. Die betreffende Passage im Artikel wurde entsprechend aktualisiert.  (ip)


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