Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/destructive-creations-hatred-nicht-in-deutschland-verfuegbar-1506-114399.html    Veröffentlicht: 01.06.2015 21:43    Kurz-URL: https://glm.io/114399

Destructive Creations

Hatred nicht in Deutschland verfügbar

Eigentlich sollte das brutale Actionspiel Hatred ab sofort in Deutschland als Download verfügbar sein. Offenbar hat es sich Entwickler Destructive Creations anders überlegt: Auf Steam hat der Titel kurzfristig eine Regionalsperre erhalten.

Das Actionspiel Hatred hat in Deutschland und Australien eine Regionalsperre auf Steam erhalten. Spieler aus den beiden Ländern können es ohne Umwege weder kaufen noch verschenken. Die Sperre wurde erst sehr kurzfristig eingerichtet. Bislang hatte das polnische Entwicklerstudio Destructive Creations gesagt, dass Hatred grundsätzlich überall verfügbar sein soll. Wer nun die entsprechende Seite auf Steam aufsucht, bekommt nur die Meldung "Dieses Produkt steht in Ihrem Land derzeit nicht zur Verfügung" angezeigt.

Deutsche Vorbesteller haben sogar das Problem, dass sie mit einem noch nicht aktivierten Key nichts mehr anfangen können. Ob es Erstattungen gibt, ist unklar. Wer das Spiel bereits aktiviert hat, kann es laut dem Forum weiter verwenden. Eine Anfrage von Golem.de zu den Einzelheiten hat das Entwicklerstudio bislang nicht beantwortet.

In Hatred geht es darum, als vom Hass zerfressener Amokläufer in isometrischer Perspektive durch eine schwarz-weiß gehaltene Welt zu laufen und unter anderem Polizisten und Zivilisten virtuell und auf grausame Art zu töten. Das Ganze ist völlig ernst gemeint, ironische oder satirische Elemente sind nicht gewollt.

In der internationalen Presse bekommt der Titel überwiegend mittelmäßige Kritiken. Die Tester von Destructoid.com etwa vergeben 5,5 von 10 Punkten und bezeichnen es als "lauwarm" und als nicht weiter interessant oder gar innovativ. Die International Business Times stört sich daran, dass Spieler vor allem Jagd auf wehrlose Opfer machen, und dass es vor allem um das Ausleben sadistischer Fantasien gehe.

Der ebenfalls aus Polen stammende Onlineshop Gog.com hatte in den letzten Tagen ohne weitere Begründung angekündigt, Hatred grundsätzlich nicht in sein Angebot aufzunehmen.  (ps)


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