Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/cavium-thunderx-gigabyte-quetscht-384-arm-kerne-in-zwei-hoeheneinheiten-1506-114386.html    Veröffentlicht: 01.06.2015 15:41    Kurz-URL: https://glm.io/114386

Cavium ThunderX

Gigabyte quetscht 384 ARM-Kerne in zwei Höheneinheiten

Vier Mainboards mit je zwei Sockeln und insgesamt 384 Kerne: Gigabyte zeigt als einer der ersten Hersteller ein Rack mit Caviums ThunderX-Prozessoren, in dem bis zu 4 TByte DDR4-Speicher stecken.

Gigabyte hat das Server-Mainboard MT70-HD0 angekündigt, auf dem zwei ThunderX-Prozessoren von Cavium mit je 48 CPU-Kernen verbaut sind. Vier Hautplatinen bilden ein H270-T70 genanntes System mit zwei Rack-Höheneinheiten, insgesamt rechnen also 384 Einheiten. Die ThunderX, genauer die beiden CN8890 pro Board, basieren auf ARMs Cortex-A57-Modellen mit bis zu 2,5 GHz Takt und wurden vor einem Jahr vorgestellt.

Die vier MT70-HD0-Boards werden von zwei Netzteilen mit 1.600 Watt Nennleistung versorgt, beide sind mit 80-Plus-Platinum zertifiziert und müssen daher eine Effizienz von 90 bis 94 Prozent aufweisen. Folglich wird nur ein geringer Teil der aufgenommenen Leistung in Wärme umgewandelt.

Cavium verbindet die beiden 64-Bit-fähigen ThunderX CN8890 mit dem kohärenten Cavium Coherent Processor Interconnect (CCPI), jeder Chip verfügt über 16 Speichersteckplätze. Pro Slot sind bis zu 64 GByte Speicher möglich, was in 4 TByte für ein H270-T70-System mit vier Hauptplatinen resultiert. Bei Vollbestückung unterstützt das Gigabyte-Board jedoch nur DDR4-2133- statt DDR4-2400-Geschwindigkeit, es müssen UDIMMs oder RDIMMs mit Speicherfehlerkorrektur (ECC) verbaut werden.

Jedes Board bietet zwei 10-GBit-Ethernet-Anschlüsse und hat Platz für sechs Festplatten oder SSDs mit 6-GBit/s-Schnittstelle. Pro Platine sind zudem zwei USB-3.0-Ports verbaut, die Grafikausgabe übernimmt ein 2D-Chip. Die Gegenspieler zu Caviums ThunderX-Systemen sind Applied Micros erster X-Gene und AMDs Opteron A1110, beide ebenfalls mit ARM-Kernen. Intel wiederum positioniert mit den Xeon D seinerseits x86-Chips als Gegner.  (ms)


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