Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/a10-7870k-amds-kaveri-refresh-bietet-mehr-takt-und-kuehlung-1505-114309.html    Veröffentlicht: 28.05.2015 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/114309

A10-7870K

AMDs Kaveri-Refresh bietet mehr Takt und Kühlung

Ein Modell für Endkunden und viele für OEM-Hersteller: AMDs Kaveri-Refresh-Chips, intern Godavari genannt, erhalten höhere Taktfrequenzen bei gleichem Preis. Der A10-7870K benötigt theoretisch so viel Energie wie sein Vorgänger, wird jedoch mit einem besseren Kühler ausgeliefert.

AMD hat den Kaveri-Refresh vorgestellt. Die intern Godavari genannten Chips stellen leicht verbesserte Versionen der Accelerated Processing Units (APU) von Anfang 2014 dar. Im Desktop-Segment ergänzt der A10-7870K das Portfolio als neues Topmodell für den Sockel FM2+, im OEM-Bereich bringt AMD auf Wunsch der Hersteller vor allem alte Chips unter neuem Namen in den Handel.

Rein technisch ändert sich trotz neuer Ordering Part Number (OPN) nichts verglichen mit den Kaveri-APUs von 2014, AMD verneinte auf Nachfrage ein neues Stepping. Die höheren Taktfrequenzen der Chips sind somit in erster Linie als Modellpflege zu verstehen, wenngleich wir nicht ausschließen, dass die ausgereifte 28-nm-Fertigung bei Globalfoundries weiter verbessert wurde.

Neues Kaveri-Topmodell wird der A10-7870K. Die beiden Steamroller-Module mit vier Integer-CPU-Kernen bieten einen Basistakt von 3,9 GHz und erreichen im Turbo-Betrieb bis zu 4,1 GHz. Der bisher schnellste Chip, der A10-7850K, taktet mit 3,7 bis 4 GHz unter Last. Die Radeon R7 genannte Grafikeinheit basiert wie gehabt auf der GCN-1.1-Architektur und bietet acht Compute Units mit ingesamt 512 Shader-Recheneinheiten. Der Takt steigt von 720 auf bis 866 MHz, ein theoretisches Plus von 20 Prozent, was aber durch die geringe Datentransfer-Rate des Speichers nicht ankommen dürfte.

Der A10-7870K nutzt wie sein Vorgänger maximal DDR3-2133-Speicher im Dual-Channel-Betrieb. Mit passenden RAM-Modulen und entsprechendem Mainboard stellt DDR3-2400 kein Problem dar, da der A10-Chip die AMD Memory Profiles (AMP) unterstützt. Die thermische Verlustleistung des neuen Kaveri-Modells beträgt weiterhin 95 Watt, AMD legt jedoch einen stärkeren Kühler bei.

Dieser wird bei den FX-Chips eingesetzt und bietet einen Kupferkern statt nur Aluminium als Material. Wir gehen davon aus, dass der A10-7870K real mehr Leistung aufnimmt als der A10-7850K, vermutlich zusätzliche 10 bis 15 Watt. AMD verkauft das neue Kaveri-Topmodell für 130 US-Dollar, die Preise der kleineren Chips hatte der Hersteller vor einigen Tagen gesenkt, um sie trotz alter Technik konkurrenzfähig zu halten.

Im OEM-Segment sind ab heute ebenfalls neue Kaveri-Chips verfügbar, diese entsprechen bis auf den Namen fast durchgehend den Modellen von 2014. Ein paar MHz mehr gibt es hier und da aber. AMD betonte, die Hersteller wünschten neue Bezeichnungen, um Aktualität zu suggerieren - eine übliche Vorgehensweise seitens der OEMs.  (ms)


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