Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/microsoft-browser-edge-vorerst-nur-fuer-windows-10-1505-114135.html    Veröffentlicht: 19.05.2015 12:29    Kurz-URL: https://glm.io/114135

Microsoft-Browser

Edge vorerst nur für Windows 10

Die Aussage wirkt ungewöhnlich, aber Microsoft bestätigt, dass der Edge-Browser zunächst nur für Windows 10 entwickelt wird. Zur Unterstützung weiterer Versionen und Plattformen äußert sich das Unternehmen jedoch eher vage.

Noch vor einigen Jahren war klar, dass neue Versionen des Internet Explorers mit dem jeweils aktuellen Windows veröffentlicht werden. Doch für den neuen Browser Edge betont Microsoft sehr auffällig, dass dieser zurzeit nur für Windows 10 erstellt wird, wie der Entwickler Michael Gillett von der Build-Tour berichtet. Das wirkt angesichts der immer weiter vorangetriebenen Strategie der plattformübergreifenden Produkte fast schon wie eine Entschuldigung.

So kündigte das Unternehmen etwa auf der Build-Konferenz vor wenigen Wochen an, mit Visual Studio Code einen Editor neben Windows auch für OS X und Linux bereit zu stellen. Bei Gillett heißt es darüber hinaus, dass in Zukunft überprüft werde, ob die Unterstützung anderer Plattformen sinnvoll sei. Eine Portierung des Browsers wird also offenbar nicht mehr kategorisch ausgeschlossen. Microsoft hat die Äußerungen gegenüber dem US-Medium Techcrunch bestätigt.

Starke Konkurrenz

Inwiefern es sich aber wirklich lohnt, Edge für OS X und Linux zur Verfügung zu stellen, muss sich wohl noch zeigen. Mit Chrome, Firefox und Safari scheinen die Marktanteile für die beiden Desktop-Betriebssysteme weitgehend aufgeteilt. Unter iOS und Android sind Safari und Chrome beherrschend. Um mit dieser Dominanz brechen zu können, müsste sich Edge wohl noch viel deutlicher von der Konkurrenz absetzen, als dies derzeit absehbar ist.

Für Microsoft ist aber allein schon das Erstellen von Edge ein wichtiger Schritt nach vorn. So werden für den neuen Browser alte und meist proprietäre Eigenentwicklungen des Internet Explorer gänzlich entfernt. Stattdessen setzt das Team hauptsächlich auf die Unterstützung standardisierter Webtechniken, um eine möglichst große Interoperabilität zu erreichen.  (sg)


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