Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/taptic-engine-defektes-bauteil-der-apple-watch-verantwortlich-fuer-lieferengpass-1504-113825.html    Veröffentlicht: 30.04.2015 12:06    Kurz-URL: https://glm.io/113825

Taptic Engine

Defektes Bauteil der Apple Watch verantwortlich für Lieferengpass

Der lineare Aktuator in der Apple Watch, der für haptisches Feedback sorgt, macht Schwierigkeiten. Ausgerechnet die Taptic-Engine, eines der mechanischen Bauteile der Smartwatch, sorgt für Produktionsprobleme. Eine Rückrufaktion der Smartwatch ist nicht geplant.

In der Apple Watch sorgt die Taptic Engine - ein linearer Aktuator - für haptisches Feedback und macht mit unterschiedlichen Vibrationen auf eingehende Nachrichten, anstehende Termine oder ähnliche Benachrichtigungen aufmerksam. Im Inneren der Taptic Engine wird dazu ein kleiner Stab hin- und herbewegt. Sogar den Herzschlag eines anderen Apple-Watch-Nutzers kann sie simulieren.

Dieses Bauteil fällt nach Informationen des Wall Street Journals gelegentlich aus - aber offenbar nur, wenn es vom chinesischen Zulieferer AAC Technologies stammt. Apple hat mit dem japanischen Unternehmen Nidec aber einen weiteren Zulieferer, bei dem die Probleme nicht entstünden, so das WSJ. Das Problem soll erst im Februar zum Start der Massenproduktion bemerkt worden sein, so dass Uhren, die für den Verkauf bestimmt waren, eingestampft werden mussten.

An einen Rückruf denkt Apple nicht. Offenbar geht man davon aus, dass Uhren mit defekten Bauteilen nicht in den Handel gelangt sind. Das WSJ hat zudem erfahren, dass die Apple Watch künftig nicht nur bei Quanta Computer, sondern auch bei Foxconn gebaut werden soll. Erste Tests einer neuen Produktionsstraße seien bereits angelaufen, aber kurzfristig wird das die angespannte Liefersituation bei der Smartwatch nicht entspannen können. Bis die Fabrik größere Stückzahlen produziert, kann es Monate dauern.

Wer jetzt eine Apple Watch bestellt, muss laut Apple Store mit einer Lieferzeit bis in den Juni hinein rechnen.

Die schlechte Verfügbarkeit der Smartwatch könnte auf die Produktionsprobleme zurückzuführen sein, erfuhr das WSJ. In seinem jüngsten Quartalsbericht führte Apple die verkaufte Menge nicht auf.  (ad)


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