Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/infrastruktur-deutsche-firmen-haben-selten-mehr-als-30-mbit-s-1504-113712.html    Veröffentlicht: 24.04.2015 11:25    Kurz-URL: https://glm.io/113712

Infrastruktur

Deutsche Firmen haben selten mehr als 30 MBit/s

Nur ein Viertel der deutschen Unternehmen hat einen Festnetzzugang mit einer Datenrate von über 30 MBit/s. Damit sind die Firmen schlechter mit Internet versorgt als private Haushalte.

Nur 25 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit zehn und mehr Beschäftigten hatten im Jahr 2014 einen Internetzugang mit mindestens 30 MBit/s. Das gab das Statistische Bundesamt am 24. April 2015 bekannt. Der Internetzugang musste zudem im Festnetz sein.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, lag Deutschland damit im europäischen Vergleich nur geringfügig über dem Durchschnitt aller EU-28-Staaten (23 Prozent).

Mehr private Haushalte haben Zugang zu 50 MBit pro Sekunde

Den Spitzenplatz in der Europäischen Union belegte das Land Dänemark. Dort verfügten 53 Prozent der Unternehmen über mindestens 30 MBit/s im Festnetz. Auch in den Nachbarländern Niederlande und Belgien (jeweils 43 Prozent) sowie in Schweden (41 Prozent) waren schnelle Internetzugänge weit verbreitet. Kaum vorhanden waren schnelle Zugänge in Unternehmen in Zypern (5 Prozent), Griechenland, Kroatien (jeweils 10 Prozent) und Italien (12 Prozent).

Ob die Firmen aus Preisgründen keinen schnelleren Internetzugang hatten oder ob keine leistungsfähigeren Anbindungen verfügbar sind, war nicht Gegenstand der Erhebung. In Deutschland haben nach Angaben des Verkehrsministeriums mittlerweile zwei Drittel aller Haushalte Zugang zu besonders schnellem Internet mit mehr als 50 MBit pro Sekunde. Das seien elf Prozent mehr als im Vorjahr, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) im März 2015 auf der Cebit. Wirtschaft und Regierung würden ab diesem Jahr mehr als zehn Milliarden Euro in den Breitbandausbau investieren. Für das Breitbandpaket sollen in diesem Jahr acht Milliarden Euro von den Konzernen der Telekom-Branche kommen, eine Milliarde Euro soll aus dem Investitionspaket der Regierung fließen.  (asa)


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