Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fire-tv-konkurrenz-googles-nexus-player-kostet-100-euro-1504-113502.html    Veröffentlicht: 15.04.2015 09:38    Kurz-URL: https://glm.io/113502

Fire-TV-Konkurrenz

Googles Nexus Player kostet 100 Euro

Google verkauft die Streaming-Box Nexus Player in Deutschland. Das Android-TV-Gerät kostet so viel wie Amazons Fire TV und soll sich ebenfalls für Android-Spiele eignen. Technisch liegt das Fire TV leicht vorne.

Nach rund einem halben Jahr Wartezeit bringt Google den Nexus Player nach Deutschland. In den USA wird die Streaming-Box seit Herbst vergangenen Jahres verkauft. Nun kann sie hier für 100 Euro im Google-Store bestellt werden. Versandkosten fallen derzeit nicht an. Das als Zubehör angebotene Gamepad kostet 50 Euro.

Der Nexus Player läuft mit Android TV, einer angepassten Version von Android. Die Box ist vor allem für das Streaming von Filmen und Fernsehserien konzipiert. Außerdem kann sie als Spielekonsole verwendet werden. Damit deckt sie ähnliche Funktionen ab wie Amazons Fire TV, das seit Herbst vergangenen Jahres auf dem deutschen Markt ist.

Als Amazon mit dem Verkauf des Fire TV begann, konnten Prime-Kunden die Box zum halben Preis von 50 Euro kaufen. Ein vergleichbares Angebot gibt es für den Nexus Player nicht. Der Game Controller für das Fire TV wird für 40 Euro angeboten.

Der Nexus Player hat einen Quad-Core-Prozessor von Intel aus der Atom-Serie mit einer Taktrate von 1,8 GHz, 1 GByte Arbeitsspeicher und 8 GByte Flash-Speicher. Zum Vergleich: Im Fire TV steckt Qualcomms Quad-Core-Prozessor Snapdragon 600, der mit einer Taktrate von 1,7 GHz läuft. Zudem sind 8 GByte Flash-Speicher vorhanden, aber es gibt mit 2 GByte doppelt so viel Arbeitsspeicher.

Nexus Player ohne Ethernet-Anschluss und optischem Audio-Ausgang

Der Nexus Player unterstützt Dual-Band-WLAN nach 802.11 a/b/g/n/ac, dem Fire TV fehlt die ac-Unterstützung. Im Gegenzug hat das Fire TV einen Ethernet-Anschluss und einen optischen Audio-Ausgang, die beide in der Google-Box nicht vorhanden sind. Die Google-Box hat einen Micro-USB-Anschluss, das Fire TV einen regulären USB-Anschluss. Beide unterstützen Speichermedien, das Fire TV erst seit dem letzten Update. Für den Nexus Player wird dafür ein USB-OTG-Adapter benötigt. Keine der Boxen beherrscht 4K, der HDMI-Ausgang deckt nur eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln ab.

Bluetooth-Fernbedienung für den Nexus Player

Beide Geräte werden mit einer Bluetooth-Fernbedienung mit Sprachsuche ausgeliefert. Die Nexus-Player-Fernbedienung hat keine Spultasten und auch keine Menütaste, die es bei der Fire-TV-Fernbedienung gibt. Unterm Strich wirkt die Ausstattung des Fire TV etwas hochwertiger als die des Nexus Players. Google hat den Nexus Player zusammen mit Asus entwickelt.

Anders als bei Googles Chromecast können Apps direkt auf dem Nexus Player installiert werden. Dabei haben die Nutzer Zugriff auf alle Apps aus dem Play Store. Im Unterschied zum Fire TV ist damit die App-Auswahl deutlich größer. Für eine optimale Bedienung müssen die Apps und Spiele aber an Android TV angepasst werden - das ist also nicht anders als beim Fire TV. Außerdem lassen sich Inhalte von diversen Geräten auf den Nexus Player übertragen.

Nachtrag vom 16. April 2015, 10:33 Uhr

Asus hat den Verkaufsstart für den Nexus Player in Deutschland offiziell bekanntgegeben. Demnach soll es die Android-TV-Box demnächst auch im Fachhandel geben und nicht nur im Google-Store. Auch im Fachhandel wird der Nexus Player 100 Euro kosten.  (ip)


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