Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/amazons-x-ray-im-hands-on-fire-tv-zeigt-direkt-zusatzinformationen-zu-filmen-1504-113479.html    Veröffentlicht: 14.04.2015 10:33    Kurz-URL: https://glm.io/113479

Amazons X-Ray im Hands On

Fire TV zeigt direkt Zusatzinformationen zu Filmen

Das Fire TV lernt X-Ray: Amazon blendet jetzt ohne weitere Hardware Zusatzinformationen zu Filmen und Serien ein. Der Nutzer erfährt, welche Schauspieler in einer Szene zu sehen sind und welche Musik gerade läuft. X-Ray hilft zudem beim Suchen einer bestimmten Szene.

Sowohl das Fire TV als auch der neue Fire TV Stick blenden nun direkt X-Ray-Zusatzinformationen ein. X-Ray nennt Amazon die Funktion, bei der abhängig von der aktuellen Szene und dem laufenden Titel weitere Informationen aus der IMDB (International Movie Database) abgerufen und angezeigt werden. An sich ist die X-Ray-Funktion in Amazon Instant Video schon länger enthalten, aber bisher war ein Fire-OS-Tablet erforderlich, um die Informationen anzuzeigen.

Auf dem Fire TV und dem Fire TV Stick in der Golem.de-Redaktion ist die Funktion bereits freigeschaltet. Sobald ein Film oder eine Serie pausiert wird, erscheinen die in der aktuellen Szene zu sehenden Darsteller mit Fotos der jeweiligen Schauspieler sowie weiteren Details. Alternativ dazu lassen sich die X-Ray-Informationen während der Wiedergabe einblenden, indem auf der Fernbedienung des Fire TV oder Fire TV Stick die Hoch-Taste im Navigationsbereich einmal betätigt wird.

X-Ray-Informationen blenden sich über den Film

Die X-Ray-Informationen blenden sich über den Film oder die Serie und werden im unteren Bereich angezeigt. Die Startansicht zeigt die in der aktuellen Szene zu sehenden Schauspieler mit Fotos. Dazu gibt es weitere Angaben, in welchen bekannten Filmen oder Serien diese mitgespielt haben. In der Liste der Darsteller kann der Nutzer nicht scrollen.

Wird die Hoch-Taste an der Fernbedienung ein weiteres Mal betätigt, öffnet sich der X-Ray-Hauptbereich. Dort finden sich dann weitere Details. So wird im Menüpunkt Musik der in der aktuellen Szene zu hörende Musiktitel angezeigt. Im Bereich Darsteller erhält der Nutzer die komplette Besetzung des Films oder der Serie.

Szenenübersicht bringt Kapitelfunktion

In einem weiteren Untermenü namens Szenen liefert X-Ray eine Szenenübersicht. Anhand von Standbildern lässt sich relativ bequem eine bestimmte Szene heraussuchen. Damit erhält das Streaming-Angebot so etwas wie eine Kapitelfunktion, die es sonst nicht gibt. Diese Funktion kann verwendet werden, um einen Vorspann oder in einer Serie die Zusammenfassung zu überspringen.

Bei wenigen Titeln gibt es außerdem noch den Menüpunkt Figuren. Den Trivia-Bereich konnten wir im deutschen Angebot nicht finden, in den USA wird er etwa bei der Amazon-Serie Bosch angezeigt. In dem Trivia-Bereich erscheinen weitere Hintergrundinformationen zu einem Film oder einer Serie.

X-Ray ist nicht abschaltbar

X-Ray soll den Nutzern vor allem helfen herauszufinden, aus welchem anderen Film oder welcher anderen Serien sie einen Darsteller kennen. Allerdings listet X-Ray nur einen kleinen Ausschnitt der Filmografie des jeweiligen Schauspielers auf. Es gibt derzeit keine Möglichkeit, auf die gesamte Filmografie zuzugreifen.

Wer lieber selber raten möchte, woher er einen bestimmten Schauspieler kennt, wird sich etwas ärgern, dass die X-Ray-Funktion nicht abschaltbar ist und sofort erscheint, wen die Wiedergabe pausiert wird. Die Funktion steht aber nicht in allen Filmen und Serien zur Verfügung. Vor allem ältere Filme werden von X-Ray noch nicht unterstützt. Je aktueller ein Film oder eine Serie ist, desto höher stehen die Chancen, dass die Funktion implementiert ist. X-Ray ist ein Bestandteil von Amazon Instant Video, daher steht diese Funktion in anderen Streaming-Apps nicht zur Verfügung.

Fazit

X-Ray verbessert die Streaming-Box Fire TV und den Fire TV Stick. Es ist erfreulich, dass damit Zusatzinformationen ohne ein weiteres Gerät direkt auf dem Fernsehbildschirm angezeigt werden. Die Implementierung in die Bedienoberfläche der beiden Streaming-Geräte sind gut gelungen. Die X-Ray-Funktion lässt sich sehr gut bedienen. Es wäre allerdings schön, wenn sie abschaltbar wäre und der Nutzer Zugriff auf die gesamte Filmografie der Schauspieler hätte.  (ip)


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