Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/chromecast-konkurrent-amazon-verschickt-fire-tv-stick-bereits-frueher-1504-113448.html    Veröffentlicht: 12.04.2015 10:07    Kurz-URL: https://glm.io/113448

Chromecast-Konkurrent

Amazon verschickt Fire TV Stick bereits früher

Amazon hat den Fire TV Stick bereits an erste Kunden ausgeliefert, und weitere erhalten den Streaming-Stick am Montag. Damit beginnt Amazon deutlich früher mit der Auslieferung als angekündigt.

Eigentlich sollte der Fire TV Stick erst am Mittwoch, dem 15. April 2015, bei den Kunden sein. Erste Amazon-Kunden berichten unabhängig und übereinstimmend davon, dass sie den Streaming-Stick bereits am Samstag, dem 11. April 2015, geliefert bekamen. Andere Vorbestellungen des Amazon-Sticks sollen am Montag, dem 13. April 2015, ausgeliefert werden, sie erhielten am 11. April 2015 eine Lieferbestätigung. Diese Angabe kann Golem.de bestätigen.

Bei den ausgelieferten Geräten handelt es sich um die, die gleich nach dem Verkaufsbeginn des Fire TV Stick am 24. März 2015 bestellt wurden. Nach welchen Kriterien hier versendet wird, ist nicht klar. Eine bestehende Prime-Mitgliedschaft scheint jedenfalls nicht der ausschlaggebende Punkt zu sein. Wer heute bestellt, würde den Fire TV Stick am 4. Mai 2015 geliefert bekommen - so die aktuelle Auskunft von Amazon.

Einrichtung der Fire TV Sticks begann vor rund einer Woche

Bereits vor mehr als einer Woche hatte Amazon mit der Ersteinrichtung der Fire TV Sticks begonnen. Der Streaming-Stick tauchte im Amazon-Konto des Benutzers bei den verwendeten Geräten auf, obwohl das Gerät noch nicht ausgeliefert wurde. Der Fire TV Stick erreicht den Kunden vorkonfiguriert mit dem Amazon-Konto, über das der Stick bestellt wurde. Ohne Probleme lässt sich aber das zugewiesene Konto ändern.

Der Fire TV Stick kostet 39 Euro und wurde zum Verkaufsstart für zwei Tage zum Aktionspreis verkauft. Prime-Kunden bezahlten dann für den Streaming-Stick nur 19 Euro. Wer noch kein Prime-Kunde ist und ein Prime-Abo abschließt, bekam den Stick für 7 Euro. In den USA kam der Stick im Oktober 2014 auf den Markt.

Der Fire TV Stick wird als direkte Konkurrenz zu Googles Chromecast positioniert. Im direkten Vergleich erscheint dabei die eigentlich preisgünstige Google-Lösung teuer. Denn dem Amazon-Stick liegt für 4 Euro Aufpreis gleich eine Fernbedienung bei und das Grundprinzip ist ein anderes.

Fire TV Stick funktioniert allein

Während der Nutzer beim Chromecast zwingend ein anderes Gerät benötigt, um Inhalte mit dem Stick abzuspielen, funktioniert Amazons Fire TV Stick auch allein. Wie beim Fire TV gibt es eine von Amazon entwickelte Bedienoberfläche, die auf den Konsum von Spielfilmen und TV-Serien hin ausgelegt ist. Optional können Inhalte vom Smartphone oder Tablet auf dem Amazon-Stick gespiegelt werden.

Neue Firmware für Fire TV Stick

Wie auch das Fire TV ist der Stick vor allem für die Nutzung von Amazons Videoangebot optimiert. Andere Streaming-Dienste können per App nachgerüstet werden, auch Spiele können so auf dem Stick gespielt werden. Wie auch auf dem Fire TV lassen sich auf dem Fire TV Stick per Sideloading Apps jenseits von Amazons Appstore installieren. Damit lässt sich etwa die Multimedia-App Kodi bequem auf dem Stick installieren.

Die beigelegte Fernbedienung erinnert von der Tastengestaltung und vom Aufbau stark an die des Fire TV. Auch die Fire-TV-Stick-Fernbedienung funktioniert per Bluetooth, so dass kein Sichtkontakt zwischen Stick und Fernbedienung erforderlich ist. Das ergibt den Vorteil, dass sich der Stick mit der Fernbedienung einfacher bedienen lässt als etwa der Google-Stick. Der Chromecast erlaubt zwar neuerdings auch die Nutzung von Fernbedienungen, aber nur eingeschränkt.

Der Fire TV Stick hat einen Dual-Core-Prozessor, 1 GByte Arbeitsspeicher und 8 GByte Flash-Speicher sowie eine Dual-Band-WLAN-Antenne. Zum Vergleich: Der besser ausgestattete Fire TV hat einen Quad-Core-Prozessor und 2 GByte Arbeitsspeicher. Der mitgelieferten Fernbedienung fehlt die Sprachsuche, die Amazon mit dem Fire TV eingeführt hatte. Außerdem hat der Fire TV eine Ethernet-Buchse und einen optischen Audio-Ausgang, was beides am Fire TV Stick nicht vorhanden ist.

Sprachsuche per App

Zumindest die Sprachsuche lässt sich nachrüsten, wenn der Besitzer des Fire TV Sticks ein Android- oder iOS-Gerät besitzt. Denn mit der Amazon-App Fire TV Fernbedienung ist die Sprachsuche auch mit dem Stick möglich. Mit der Sprachsuche soll das Auffinden von Inhalten erleichtert werden. Alternativ kann die Fernbedienung des Fire TV mit dem Stick gekoppelt werden, diese kostet als Zubehör 30 Euro.

Für Nutzer von Amazons Video-Streaming-Dienst bietet auch der Fire TV Stick die Funktion ASAP. Das steht für Advanced Streaming and Prediction und soll dafür sorgen, dass beim Klick auf den Wiedergabeknopf ein Film sofort ohne Wartezeit abgespielt wird. Diese Technik steckt auch in Amazons Fire TV. Zudem wird die X-Ray-Funktion unterstützt, mit der sich ergänzende Informationen zu einem Film auf einem Fire-Smartphone oder -Tablet anzeigen lassen.

Neue Firmware

Auf dem Fire TV Stick sollte gleich die Firmware 51.1.5.0 laufen oder sie wird dann unmittelbar aufgespielt. Die USB- und Bluetooth-Funktionen fehlen dem Stick, aber die übrigen Verbesserungen stehen bereit. In den vergangenen Tagen wurde für das Fire TV noch ein kleines Update nachgereicht, dass es wohl auch für den Fire TV Stick geben wird. Laut AFTVNews.com bringt das Update vor allem Fehlerkorrekturen, aber auch zwei neue Funktionen. Im Fotobereich lassen sich Lieblingsfotos markieren, die dann in einer eigenen Rubrik gesammelt werden. Die Lieblingsfotos lassen sich vom Bildschirmschoner verwenden und erscheinen dann als Diashow.  (ip)


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