Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/webdemo-verfuegbar-unlimited-detail-funktioniert-1504-113422.html    Veröffentlicht: 10.04.2015 13:00    Kurz-URL: https://glm.io/113422

Webdemo verfügbar

Unlimited Detail funktioniert

Wer bisher nicht an Unlimited Detail glaubte, kann die Engine-Technik selbst ausprobieren: Euclideon hat eine Webdemo veröffentlicht, die mehrere Szenen zeigt. Noch gibt es aber diverse Einschränkungen.

Ja, Unlimited Detail funktioniert - sogar recht überzeugend. Das Euclideon-Studio hat eine Webdemo mit mehreren via Solidscan eingepflegten Szenen veröffentlicht, dank der sich Interessenten von der Qualität des Punktwolken-Renderers (Cloud Points) überzeugen können.

Um die Webdemo nutzen zu können, ist Googles Chrome-Browser notwendig, wir raten außerdem zu einer schnellen Internet-Leitung mit mindestens 20 MBit pro Sekunde. Ansonsten kommt die Webdemo mit dem Stream der Scan-Daten nicht hinterher, wenn der Nutzer die Kamera durch die Szenen navigiert. Die drei Abschnitte der Webdemo basieren auf unterschiedlichen Erfassungstechniken, beispielsweise wurden für die nur 1,54 GByte große Sorrento-Szene mobile Laser-Systeme und Luftbild-Scan kombiniert. Das 4,59 GByte umfassende Material der Stadtpfarrkirche Sankt Martin in Wangen wurde mittels Euclideons Solidscan erfasst und die mit 12,3 GByte größte Szene - eine australische Ölförderanlage - ebenfalls.

Die Darstellung der Punktwolken erfordert eine immense Prozessor-Leistung: Ein sehr schneller Core i7-2600K ist vollständig ausgelastet, unser Core i7-5960X noch zu 60 Prozent. Last liegt nur dann an, wenn sich die Kamera bewegt - steht diese hingegen still, schaltet der Prozessor in den Leerlauf und drosselt den Takt auf unter 1,2 GHz. Auch wenn Unlimited Detail auf den ersten Blick matschig und unscharf wirkt: Die Detail- und Geometrie-Dichte ist sehr hoch, selbst in diesem frühen Stadium. Da es sich bei den Szenen um eingescannte reale Umgebungen handelt, ist die Beleuchtung statisch und animierte Objekte fehlen.

Mit entsprechend hochauflösenden Solidscan-Daten im TByte-Bereich dürfte Unlimited Detail tatsächlich extrem filigrane Darstellungen ermöglichen. Wie das aber ohne eine bahnbrechende Komprimierungstechnik in den beiden für 2015 angekündigten Spielen klappen soll, bleibt vorerst unklar.  (ms)


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