Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/suchmaschine-google-will-die-handwerker-vorbeischicken-1504-113357.html    Veröffentlicht: 08.04.2015 08:32    Kurz-URL: https://glm.io/113357

Suchmaschine

Google will die Handwerker vorbeischicken

Wer nach Handwerkerdienstleistungen sucht, soll bald direkt bei Google fündig werden. Die Suchmaschine soll ohne Umweg über eine andere Website Dienstleister in der Umgebung heraussuchen und eine direkte Kontaktmöglichkeit bieten. Amazon vermittelt seit neuestem ebenfalls Handwerker.

In den USA wie auch in Deutschland gibt es seit langem Plattformen, die Handwerkerdienstleistungen vermitteln - und eine Provision dafür kassieren. Amazon selbst bietet in seinem Shop nun auch standardisierte Handwerkerdienstleistungen zu Festpreisen an. Nach einem Bericht der Website Buzzfeed soll jetzt auch Google einen derartigen Dienst planen, der schon bald vorgestellt werden soll.

Dabei sollen wie bei der Flugsuche von Google Nutzer nach Dienstleistungen zum Beispiel von Elektrikern, Klempnern und vielem mehr suchen können, ohne den Umweg über eine andere Website zu gehen. Das wird die Konkurrenz nicht erfreuen, vermutlich aber den Nutzer, der sich nicht mit unterschiedlichen Oberflächen und Abfragelogiken auseinandersetzen muss, sondern alles aus Googles Hand bekommt.

Der Nutzer soll nach dem Bericht von Buzzfeed direkt mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen können. Wie die Suchlogik genau funktioniert, ist aber noch unbekannt.

In den USA zeigt Google mit Compare schon jetzt, wie das mit Autoversicherungen funktionieren kann. Dabei müssen die Anwender nach der Angabe "car insurance" ihre Postleitzahl und nach und nach die restlichen Daten zur Person und zum Fahrzeug eingeben. Das lässt sich nach einem Bericht von Gigaom auch bald mit Anfragen zu Hypothekendarlehen so erledigen.

Im Gegensatz zu anderen Portalen kontaktiert Amazon Home Services allerdings nach eigenen Angaben die Handwerker und fragt sie, ob sie beim Portal mitmachen wollen. Eine Bewerbung seitens der Handwerker ist ebenfalls möglich. Amazon will aber zuerst die Qualität der Dienstleister selbst überprüfen, bevor sie in den Katalog aufgenommen werden. Vornehmlich soll es sich um kleine, regionale Unternehmen handeln. Fraglich ist, ob Google auch so verfährt oder eher nach dem Prinzip "Masse ist Klasse".  (ad)


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