Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mathias-doepfner-axel-springer-chef-wird-vodafone-aufsichtsrat-1503-113245.html    Veröffentlicht: 30.03.2015 16:54    Kurz-URL: https://glm.io/113245

Mathias Döpfner

Axel-Springer-Chef wird Vodafone-Aufsichtsrat

Vodafone holt den Chef des Axel-Springer-Konzerns in seinen Aufsichtsrat und lobt Döpfner als einen der "führenden Visionäre der globalen Medienindustrie". Die beiden Konzerne arbeiten bereits zusammen.

Vodafone beruft Mathias Döpfner, den Chef des Axel-Springer-Konzerns, in den Aufsichtsrat des britischen Mobilfunkkonzerns. Das gab Vodafone am 30. März 2015 bekannt. "Mathias Döpfner ist einer der führenden Visionäre der globalen Medienindustrie, der sein Geschäft mit großem Erfolg in den digitalen und internationalen Märkten positioniert hat. Ich freue mich, ihn in unserem Aufsichtsrat begrüßen zu dürfen", erklärte Vodafone-Konzernchef Gerard Kleisterlee.

Seit Döpfner im Jahr 2002 zum Vorstandschef berufen worden sei, sei der Umsatz der Mediengruppe Axel Springer im digitalen Geschäft von 117 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen, rechnet Vodafone vor.

Döpfner ist seit 1998 für Axel Springer tätig. Zunächst war er Chefredakteur der Tageszeitung Die Welt, und seit Juli 2000 ist er Mitglied des Vorstands. Mathias Döpfner studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaften in Frankfurt und Boston. Er ist zudem Mitglied des Board of Directors von Time Warner und der Warner Music Group.

Die beiden Konzerne arbeiten bereits zusammen: Kunden des Mobilfunkangebots Bild Mobil nutzen das Mobilfunknetz von Vodafone. Vodafone ist zudem Sponsor des kostenpflichtigen Fußball-Angebots Bundesliga bei Bild und vermarktet dort Produkte gemeinsam mit dem Medienkonzern.

Döpfner ist aber auch für sein angespanntes und kritisches Verhältnis zu Google bekannt. Vor rund einem Jahr schrieb er, der Medienkonzern sei, wie viele andere, "von Google abhängig". Von dessen Algorithmen hänge der gesamte Werbemarkt im Internet ab. "Wir haben", so Döpfner, "Angst vor Google". Springer-Topmanager Christoph Keese gilt als Verfasser des umstrittenen Gesetzentwurfs zum Leistungsschutzrecht.  (asa)


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