Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/office-paket-libreoffice-will-buerosuite-in-den-browser-bringen-1503-113169.html    Veröffentlicht: 26.03.2015 07:32    Kurz-URL: https://glm.io/113169

Office-Paket

Libreoffice will Bürosuite in den Browser bringen

Libreoffice soll bald auch über den Browser nutzbar sein und so Google Docs und Microsoft Office 365 Konkurrenz machen. Dazu haben sich die Unternehmen Icewarp und Collabora zusammengetan.

Libreoffice Online soll Anfang 2016 über einen handelsüblichen Browser und ohne Softwareinstallation in einer Onlineversion nutzbar sein. Das klappt mit Google Docs beispielsweise schon seit Jahren. Damit auch die freie Office-Suite Libreoffice nachziehen kann, wollen Collabora und Icewarp zusammen mit der Libreoffice Community arbeiten. Die Onlineversion soll gemeinsames Arbeiten an den Dokumenten ermöglichen. 2011 hatte die Document Foundation die Entwicklung der Onlineversion Libreoffice Online (LOOL) begonnen. Das Hosting übernimmt die Document Foundation.

Die Onlineversion soll auf Javascript und HTML5 basieren und im Browser laufen. Die Office-Suite wird auch in der Onlineversion frei verfügbar sein, auch als Linux/GNU-Server-Anwendung zum In-House-Betrieb.

LOOL soll alle Dokumententypen der Desktopversion von Libreoffice öffnen und auch in deren Formaten speichern können. Das betrifft Writer, Calc und Impress inklusive OOXML und anderer Formate. Die Kompatibilität soll durch die Verwendung der Rendering-Engine von Libreoffice Desktop (Libreofficekit) erreicht werden. Die Funktionen werden ungefähr denen des Libreoffice Editor für Android entsprechen - den gesamten Umfang der Desktop-Version erreichen sie nicht.

Eine erste stabile Version von Libreoffice Online ist für Anfang 2016 geplant.

Die Entwicklung von Libreoffice Online geht auf das Jahr 2011 zurück. Michael Meeks stellte auf dem Desktop Summit 2011 in Berlin eine Vorabversion von Libreoffice vor, die vollständig im Browser läuft.  (ad)


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