Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/episode-duscae-angespielt-final-fantasy-ist-endlich-wieder-zeitgemaess-1503-113141.html    Veröffentlicht: 25.03.2015 14:49    Kurz-URL: https://glm.io/113141

Episode Duscae angespielt

Final Fantasy ist endlich wieder zeitgemäß

Seit rund acht Jahren arbeitet Square Enix an Final Fantasy 15, jetzt können Spieler in einer Demo namens Episode Duscae erstmals selbst Titanen beschwören.

Final Fantasy 15 beginnt eher ruhig: Sehenswerte Animationen, stimmungsvolle Tageszeitenwechsel und einige detailreiche Settings zeigen, woran die Grafiker, Programmierer und Designer von Square Enix seit über acht Jahren arbeiten. Aber dann gibt es bei einem Beschwörungszauber auf einmal ein Effektgewitter, wie es in dieser Konsolengeneration bisher nur selten zu sehen ist. Da verfinstert sich der Himmel, Blitze zucken und ein titanisches Wesen greift nach der plötzlich scheinbar winzigen Hauptfigur Noctis, hebt sie in die Höhe und bringt mit einem magischen Donnerwetter Tod und Verderben über den Gegner.

Die beeindruckende Beschwörung ist Teil einer spielbaren Demo von Final Fantasy 15. Die Version trägt den Namen Episode Duscae und ist derzeit nur als rund fünf GByte große Download-Beigabe über den Kauf von Final Fantasy Type-0 HD verfügbar, und zwar für Playstation 4 und Xbox One.

Die Demo ist sehenswert!

Mit Episode Duscae zeigt das Team unter Produzent Hajime Tabata, dass Square Enix nach ein paar schweren Jahren mit dem mäßig beliebten Final Fantasy 13 und seinen Fortsetzungen endlich wieder am Puls der Zeit angekommen ist.

Die Auflösung beträgt noch keine nativen 1080p (1.920 x 1.080 Pixel), stattdessen wird das Spiel in 900p (1.600 x 900 Pixel) berechnet. Die Bildrate bietet noch keine stabilen 30 fps und schönere Kantenglättung gab es in dieser Generation ebenfalls schon. Doch was Square Enix in den etwa zwei bis drei Stunden von Episode Duscae auffährt, das kann sich trotzdem sehen lassen. Die Hauptfigur Noctis agiert so menschlich und lebendig, dass man die technischen Macken schnell vergisst und staunt. Etwa, wenn Noctis vorsichtig einen steilen Abhang hinabläuft, lästiges Gebüsch mit dem Arm beiseiteschiebt und sich in der prallen Sonne den Schweiß von der Stirn wischt.

Weniger beeindruckend ist die Kamera: Vor allem Wälder und flinke Gegner machen ihr noch zu schaffen. Wenn noch ein paar besonders flinke Gegner dazukommen, bricht Chaos auf dem Bildschirm aus. Das ist schade, denn das Kampfsystem ist eigentlich einer von Square Enix' eleganteren Ansätzen, die taktische Komponente eines rundenbasierten Gefechts mit dem Drama von Actionkämpfen zu verbinden. Wer für Final Fantasy 15 hektisches Knopfgehämmer im Stile eines Kingdom Hearts befürchtet, darf aufatmen.

Von Attacken und Befehlsverweigerern

Durch Halten des Angriffsknopfs führt Noctis Attacken mit zuvor festgelegten Waffen aus, Spezialmanöver werden auf Knopfdruck initiiert und per Schultertaste wechselt der Held in einen defensiven Modus. Der verbraucht zwar wertvolle Magiepunkte, ermöglicht es aber, gegnerischen Angriffen flink zu entgehen und mächtige Konter zu starten. Währenddessen agieren die drei Mitstreiter eigenständig und schlagen sich dabei recht ordentlich. Direkte Befehle nehmen sie aber zumindest in dieser Version des Spiels noch nicht entgegen. Gemeinsam mit ein paar anderen spannenden Systemen wie Noctis' Teleportations-Talent oder der Möglichkeit, angeschlagene Mitstreiter mit einem schnellen Klaps auf die Schulter wieder kampfbereit zu machen, ergibt sich das Bild eines komplexen und dennoch leicht zu beherrschenden Kampfsystems.  (tn)


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