Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/chrome-erweiterung-uglyemail-zeigt-pixeltracking-bei-gmail-an-1503-113105.html    Veröffentlicht: 23.03.2015 07:51    Kurz-URL: https://glm.io/113105

Chrome-Erweiterung

Uglyemail zeigt Pixeltracking bei Gmail an

Um sich gegen das Pixeltracking in E-Mails zu schützen, soll künftig die Chrome-Erweiterung Uglyemail helfen. Sie zeigt die von den drei größten Anbietern platzierten Pixel an, mit denen auch Standortdaten ermittelt werden können. Es gibt aber auch einfachere Lösungen, um sich dagegen zu schützen.

Bananatag, Streak und Yesware heißen nur drei der Dienste, die das sogenannte Pixeltracking in E-Mails anbieten. Mit der Chrome-Erweiterung Uglyemail können Gmail-Nutzer sehen, ob E-Mails die Pixel solcher Dienste enthalten.

Das Pixeltracking dient inzwischen nicht nur als Bestätigung dafür, dass eine E-Mail gelesen wurde, sondern sammelt auch weitere Informationen über den Nutzer, darunter seinen Standort. Allerdings bieten die meisten Webmailer bereits Optionen, um das Laden der Pixel zu verhindern, während Uglyemail nur auf sie hinweist.

Unsichtbares Tracking

Das für das Tracking verwendete GIF-Bild ist nur 1 mal 1 Pixel groß und transparent. Es liegt auf dem Server der Pixeltracker und wird in eine E-Mail eingebettet. Werden die Bilder in einer E-Mail geladen, erhält der Server, auf dem das Pixel liegt, eine entsprechende Benachrichtigung und kann dann weitere Informationen über den Empfänger abrufen, darunter Uhrzeit und Datum, wann die E-Mail geöffnet wurde, auf welchem Gerät sie geöffnet wurde und auch Informationen über das Gerät selbst.

Uglyemail zeigt nur an, ob eine E-Mail transparente Bilder der Dienste Bananatag, Streak und Yesware enthält, es verhindert nicht, dass sie geladen werden. Dafür gibt es die Alternative Pixelblock. Wie Pixelblock gibt es Uglyemail bislang nur für Chrome und funktioniert nur mit Googles Gmail. Später soll Uglyemail auch auf Firefox und Safari portiert werden. Außerdem will dessen Entwickler Sonny Tulyaganov weitere Pixeltracking-Dienste in seiner Erweiterung einbinden.

Clients und Webmailer verhindern das Laden externer Inhalte

Allerdings bieten nicht nur E-Mail-Clients wie Outlook oder Thunderbird, sondern auch viele E-Mail-Anbieter in ihren Webmail-Einstellungen die Möglichkeit, das Laden externer Bilder in E-Mails komplett zu unterbinden. Bei Gmail lässt sich in den Einstellungen zumindest eine Abfrage festlegen, ob externe Bilder in E-Mails geladen werden sollen.

In der Gmail-Hilfe unter Sicherheit weist Google darauf hin, dass "in manchen Fällen Absender herausfinden können, ob eine Person eine Nachricht mit eindeutigen Bildverknüpfungen geöffnet hat. In Gmail wird jede Nachricht auf verdächtige Inhalte gescannt". Wird ein Absender oder eine Nachricht als verdächtig eingestuft, werden die Bilder nicht angezeigt und der Benutzer automatisch gefragt, ob er diese Bilder ansehen möchte.

Google gibt aber auch Hinweise dazu, wie solche Trackingpixel eingesetzt werden können. Und Bananatag, Streak und Yesware werden von dem Gmail-Anbieter nicht als "verdächtige Inhalte" erachtet.  (jt)


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