Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fuer-mobilfunkprojekt-nova-google-koennte-eigenen-vpn-dienst-planen-1503-113013.html    Veröffentlicht: 17.03.2015 16:59    Kurz-URL: https://glm.io/113013

Für Mobilfunkprojekt Nova

Google könnte eigenen VPN-Dienst planen

Im aktuellen Android 5.1 finden sich Hinweise auf einen VPN-Dienst von Google. Dies wird mit dem geplanten Mobilfunk-Angebot von Google in Verbindung gebracht und könnte zur Nutzung der Hotspots der Partner Sprint und T-Mobile dienen.

Mit dem eher kleinen Update Android 5.1 verteilt Google auch eine Anwendung mit dem Namen Google Connectivity Services, wie Android Police berichtet. Demnach erscheint die Anwendung nicht über ein Icon in der Oberfläche, sondern muss über die Android Debug Bridge (ADB) gestartet werden. Dann erscheine eine kleine Oberfläche mit dem Titel Google VPN.

Ebenso soll eine Erklärung auftauchen, dass eine VPN-Verbindung dabei helfe, die Daten eines Nutzers zu schützen, falls sich dieser mit einem offenen WLAN verbindet. Darüber hinaus ist ein Dialog zu sehen, der die Anwender darüber informiert, dass eine VPN-Verbindung aufgebaut werden soll. Bei einer Bestätigung erscheine schließlich ein Schlüsselsymbol in der oberen Leiste, wenn die VPN-Verbindung aktiviert sei, heißt es in dem Dialog.

Dem Bericht zufolge liefert eine Analyse der APK-Datei der Anwendung zudem mehrere Details, die auf eine mögliche Verbindung zu Googles Mobilfunkprojekt mit dem Codenamen Nova hindeuten. Der dazugehörige Code umfasse gar 15 Prozent der gesamten App. Damit gebe es nicht nur den ersten tatsächlichen Code-Hinweis auf Nova, es ermögliche auch Einblicke in die wahrscheinliche Funktionsweise von Googles Mobilfunkdienst.

Nach ersten Spekulationen zu Beginn dieses Jahres bestätigte Googles Android-Chef Sundar Pichai auf dem Mobile World Congress 2015 die Planung eigener Mobilfunktarife und die Zusammenarbeit mit den Betreibern Sprint und T-Mobile in den USA. Möglicherweise wird der VPN-Dienst den Google-Kunden angeboten, um die WLAN-Hotspots der Kooperationspartner nutzen zu können. Zu Details halten sich die beteiligten Unternehmen bisher aber größtenteils bedeckt.  (sg)


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