Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mmwave-vodafone-zeigt-schnellstes-mobilfunknetz-der-welt-1503-113007.html    Veröffentlicht: 17.03.2015 14:38    Kurz-URL: https://glm.io/113007

mmWave

Vodafone zeigt "schnellstes Mobilfunknetz der Welt"

Vodafone zeigt auf der Cebit einen 5G-Showcase mit 10,2 GBit/s. Realisiert wurde der Aufbau mit mmWave über 60 GHz. Eine Hand darf deshalb noch nicht zwischen die Funkverbindung gehalten werden, sonst reißt sie noch ab.

Auf der CeBIT 2015 zeigt Vodafone zusammen mit dem Vodafone Lehrstuhl für mobile Kommunikationssysteme einen 5G-Aufbau mit einer Datenübertragungsrate von über 10 GBit/s. Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck sagte Golem.de, es handele sich um einen mmWave-Showcase mit 60 GHz. Das bedeutet, dass die Datenverbindung unterbricht, wenn eine Hand dazwischen gehalten wird. Dies lasse sich aber durch Fortschritte in der Antennentechnik lösen, sagte Ellenbeck.

Vodafone eröffnete im September 2014 mit der Technischen Universität Dresden ein Labor zur Erforschung des Mobilfunks der 5. Generation. Wissenschaftler, Entwickler und Technologieunternehmen sollen dort gemeinsam die Möglichkeiten des LTE-Nachfolgers untersuchen und technische Richtlinien für die Entwicklung etablieren. Mehr als 500 Mitarbeiter seien nun dort tätig.

Das Echtzeitinternet mache autonomes Fahren, Operationen aus der Ferne und wirklich virtuelle Klassenzimmer möglich, sagte Jens Schulte-Bockum, Chef von Vodafone Deutschland. Die 5G-Technologie soll sich durch eine vielfach höhere Datenkapazität sowie eine sehr geringe Latenz auszeichnen.

Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ericsson Deutschland, sagte auf der Cebit: "Mit seinen Charakteristika wird 5G eine wesentliche technologische Grundlage für Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 und eine generelle verstärkte Vernetzung in strategisch wichtigen Bereichen wie Mobilität, zum Beispiel automatisiertes Fahren, Logistik und Energie liefern."

Alle Mobilfunkausrüster bei 5G-Entwicklung dabei

Ericsson ist einer der Partner der 5G Lab Germany an der Technischen Universität Dresden und wolle "die Forschung zu 5G auch aus Deutschland heraus fördern", erklärte Koetz.

Laut Ellenbeck seien bei dem 5G Lab alle Mobilfunkausrüster beteiligt. Auch Huawei spiele eine wichtige Rolle und habe einen Code entwickelt, der dem von Qualcomm überlegen sei, wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war. Die nächste größere 5G-Vorführung plant Vodafone voraussichtlich im Juni 2015.  (asa)


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