Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/apples-iphone-6s-verschiedene-display-druckstufen-und-neue-farbe-geplant-1503-112907.html    Veröffentlicht: 12.03.2015 09:43    Kurz-URL: https://glm.io/112907

Apples iPhone 6S

Verschiedene Display-Druckstufen und neue Farbe geplant

Beim künftigen iPhone 6S soll der Bildschirm unterschiedliche Druckstufen erkennen. Das wurde mit der Apple Watch und den Touchpads neuer Macbooks eingeführt - iOS-Entwickler würde das vor ganz neue Herausforderungen stellen. Den asiatischen Markt soll eine neue Farbe ansprechen.

Das Wall Street Journal berichtet nun auch, dass Apple bei der nächsten iPhone-Generation Touchscreens einsetzen will, die mehrere Druckstufen erkennen können. Diese Informationen gehen auf Aussagen zurück, die von Mitarbeitern aus der Zuliefererkette von Apple stammen sollen. Von dort stammt auch das Gerücht, dass Apple eine neue, vierte Gehäusefarbe für das künftige iPhone 6S plant.

Zuvor hatte schon die Website Apple-Insider darüber berichtet. Doch damals war noch nicht bekannt, dass Apple die Technik auch in den Notebooks einsetzt.

Diese Technik setzt Apple seit kurzem in einigen Notebooks und der Apple Watch bereits ein. Bei der Apple Watch ist es der Touchscreen selbst, der unterschiedliche Andruckstufen erkennt, während es beim Macbook 12 und dem Macbook Air mit 13 Zoll nicht die Bildschirme sind, die befingert werden sollen, sondern die Trackpads.

Die mehrstufigen Eingabegesten haben einen deutlichen Vorteil: Sie erlauben es dem Nutzer, ohne viel in Menüs zu arbeiten, auch auf kleinstem Raum mehrere User-Interface-Funktionen anzusteuern. Bei den Notebooks kann ein markiertes Wort durch stärkeres Drücken beispielsweise im Lexikon nachgeschlagen oder eine Datei in der Vorschau betrachtet werden. Genauso gut könnte ein Rechtsklick erzeugt werden, wenn der Nutzer stärker aufdrückt. Diese Technik nennt Apple Force Touch Trackpad. Die Trackpads liefern wie auch die Uhr eine haptische Rückmeldung.

Wachsende Fragmentierung bei iOS

Für App-Entwickler unter iOS würde eine solche Eingabefunktion viel Arbeit bedeuten, wenn sie sie unterstützen möchten. Denn nach wie vor gibt es natürlich viele Altgeräte, denen der Force-Touch fehlt und deren Bedienung weiterhin möglich sein muss. Im Zweifelsfall müssen zwei verschiedene Benutzerinterfaces gebaut werden. Besonders bei Spielen könnte die neue Eingabemöglichkeit aber auch für mehr Freude sorgen.

Neue Eingabemöglichkeiten erhöhen auch den Testaufwand. Die Folge könnten höhere App-Preise, aber auch niedrigere Verdienstspannen für Entwickler sein, wenn sie keine höheren Preise erlösen können. Die Fragmentierung von iOS hat allerdings schon viel früher begonnen, wobei durch die neuen iPhone-5- und -6-Modelle verschiedene Auflösungen entstanden, die von den Apps unterstützt werden müssen. Auch die unterschiedlichen Betriebssystemversionen und die verschiedenen Leistungsstufen der mobilen Hardware müssen bei aufwendigen Apps berücksichtigt werden.

Pinkfarbenes iPhone 6S

Den Informationen des WSJ zufolge plant Apple keine Änderung an den Displaygrößen des iPhone 6S und des iPhone 6S Plus. Sie sollen weiterhin 4,7 und 5,5 Zoll groß sein. Neben den drei bisherigen Gehäusefarben Silber, Gold und Grau soll auch noch Pink hinzukommen. Die Farbe sei besonders in Asien derzeit sehr beliebt.  (ad)


Verwandte Artikel:
Force-Touch: Festes Drücken hilft beim nächsten iPhone zu navigieren   
(04.03.2015, https://glm.io/112739 )
iPhone X: Zwei Argumente halten Apple-Kunden vom Kauf ab   
(07.03.2018, https://glm.io/133202 )
Apple: Macbook (Pro) nutzt Kaby Lake und flottere SSD   
(06.06.2017, https://glm.io/128206 )
Mobile Games: Apple setzt Gewinnwahrscheinlichkeit bei Lootboxen durch   
(09.03.2018, https://glm.io/133254 )
iPhone: Dialog entwickelt weiter Power-Chips für Apple   
(05.03.2018, https://glm.io/133136 )

© 1997–2021 Golem.de, https://www.golem.de/