Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/u-bahn-neue-ueberwachungskameras-koennen-schwenken-und-zoomen-1502-112451.html    Veröffentlicht: 18.02.2015 16:58    Kurz-URL: https://glm.io/112451

U-Bahn

Neue Überwachungskameras können schwenken und zoomen

In die Berliner U-Bahn kommen 1.000 neue Überwachungskameras mit Zoomtechnik, die per Fernsteuerung gedreht werden können. Die Polizei macht keine Angaben dazu, ob es durch die bisherige Überwachung zu mehr Festnahmen und Verurteilungen gekommen ist.

Die Videoüberwachung der Berliner U-Bahn und der S-Bahnhöfe wird ausgebaut. Die S-Bahn will bis Ende des Jahres auf 65 weiteren Bahnhöfen Kameras anbringen. Bisher gibt es sie auf 19 S-Bahnhöfen, wie ein S-Bahnsprecher der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag gesagt hat. Seit einiger Zeit werden auch in vielen U-Bahnhöfen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) rund 1.000 moderne Kameras eingebaut. Sie können per Fernsteuerung geschwenkt werden und zoomen. Sie ersetzen zum Teil alte Kameras.

In den S-Bahnhöfen werden anders als in den U-Bahnhöfen nur die Bahnsteigkanten von jeweils vier Kameras gefilmt. So soll den Zugführern über Bildschirme in ihren Führerständen die Abfertigung erleichtert werden. Künftig soll es auf 84 der 166 Bahnhöfe insgesamt etwa 670 Kameras geben. Die Aufnahmen sollen 48 Stunden gespeichert werden. Das ist bisher schon bei den Videobildern aus U-Bahnhöfen, U-Bahnen und Bussen der Fall.

Die U-Bahn hat 173 Bahnhöfe mit derzeit rund 2.000 Kameras. Weil die BVG mit den 1.000 modernen Geräten im Lauf dieses Jahres nicht nur altes Material ersetzt, sondern auch zusätzliche Kameras installiert, wird die Zahl noch steigen.

Im vergangenen Jahr forderte die Polizei laut Innenverwaltung mehr als 3.000-mal Filme der Überwachungskameras an, um Verdächtige zu identifizieren oder Beweise zur Aufklärung von Gewalttaten zu sichern. Die Zahl der bekanntgewordenen Gewalttaten in den U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen der BVG lag 2014 bei 2.965. Die Polizei konnte knapp 1.500 Verdächtige identifizieren. Wie viele von ihnen direkt durch die Auswertung der Videofilme ermittelt wurden, lässt sich den Angaben zufolge nicht genau feststellen.  (asa)


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