Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/media-broadcast-erste-dvb-t2-empfaenger-kommen-noch-dieses-jahr-1502-112359.html    Veröffentlicht: 13.02.2015 18:58    Kurz-URL: https://glm.io/112359

Media Broadcast

Erste DVB-T2-Empfänger kommen noch dieses Jahr

Media Broadcast geht davon aus, dass erste DVB-T2-Empfänger für HD-Fernsehen über Antenne bereits in diesem Jahr verfügbar sein werden. Für eine gewisse Übergangszeit bis 2019 soll der Verbraucher auch noch DVB-T nutzen können.

Ein Sprecher des Sendedienstleisters Media Broadcast hat der Darstellung widersprochen, dass DVB-T2-Empfänger erst 2017 auf den Markt kommen würden. "Erste geeignete Geräte gibt es bereits in diesem Jahr, und bis zur Einführung von DVB-T2, die für Mitte 2016 geplant ist, wird eine breite Masse an Set-Top-Boxen und integrierten TV-Geräten im deutschen Markt verfügbar sein", sagte ein Media-Broadcast-Sprecher Golem.de auf Anfrage.

Für eine gewisse Übergangszeit könne der Verbraucher auch noch die bisherige DVB-T-Technik nutzen. Nach den aktuellen Plänen ist der vollständige Abschluss einer DVB-T2-Migration Mitte 2019 geplant.

Die Sprecherin der Grünen für digitale Infrastruktur, Tabea Rößner, hatte einen Beschluss zur Frequenzversteigerung und die Umstellung auf DVB-T2 kritisiert, weil es vor 2017 keine marktfähigen Empfänger geben werde. Dies sei nicht verbraucherfreundlich.

Endgerätelogo für DVB-T2-Tauglichkeit

"Die Ausgestaltung eines verbraucherfreundlichen Umschaltszenarios und die Verabschiedung einer Endgerätespezifikation werden im Rahmen des Runden Tischs der Landesmedienanstalten festgelegt werden. Danach wird es auch ein Endgerätelogo geben, um den Zuschauern Sicherheit über die Zukunftsfähigkeit von Empfängern zu geben", sagte der Media-Broadcast-Sprecher.

Für die Sender bedeutet der Umstieg mehr Platz für mehr Programme, die Möglichkeit, terrestrisch in HD zu senden, und Optionen für neue Geschäftsmodelle.

Media Broadcast hat in Berlin im Oktober 2014 ein Pilotprojekt zur Erprobung von DVB-T2 gestartet. Das Projekt unterstützen ARD, ZDF, die Mediengruppe RTL, ProSiebenSat.1, Arte, Samsung, Sony, LG Electronics, Panasonic, Philips, Loewe, Humax, Technisat, Rohde & Schwarz, Sagemcom und Funke. Zudem sind die deutsche TV-Plattform des Verbandes VPRT, das DVB-Konsortium und der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) eingebunden.  (asa)


Verwandte Artikel:
Antennenfernsehen: Media Broadcast baut DVB-T2-Netz weiter aus   
(30.01.2018, https://glm.io/132483 )
Kostenpflichtiges DVB-T2: Freenet TV verkauft sich viel besser als erwartet   
(10.11.2017, https://glm.io/131093 )
Digitalisierung: Große Koalition will Glasfaser und E-Sport fördern   
(04.02.2018, https://glm.io/132574 )
Umfrage: Viele wollen weg von DVB-T2   
(20.06.2017, https://glm.io/128474 )
Vorratsdatenspeicherung: Die Groko funktioniert schon wieder   
(13.12.2017, https://glm.io/131644 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/