Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/softwarequalitaet-apple-will-bei-ios-9-vor-allem-auf-stabilitaet-setzen-1502-112248.html    Veröffentlicht: 10.02.2015 07:39    Kurz-URL: https://glm.io/112248

Softwarequalität

Apple will bei iOS 9 vor allem auf Stabilität setzen

Apple stellt jedes Jahr eine neue iOS-Version mit neuen Funktionen vor. Doch bei iOS 9, das für Herbst 2015 erwartet wird, soll vor allem auf Stabilität und Fehlerarmut gesetzt werden. Nach den Problemen mit iOS 8 ist das nötig.

Apples iOS 8 war hinsichtlich Homekit, Extensions, Health und Continuity ein Treffer. Doch möglicherweise hatte sich das Unternehmen auch zu viel vorgenommen: Im Golem.de-Test wurde iOS 8 als das "mittelmäßigste Release aller Zeiten" bezeichnet.

Zahlreiche, teils immer noch nicht behobene Probleme mit WLAN-Verbindungen, Mobilfunk, Bluetooth, der Verwendung von Zeitzonen im Kalender und alltägliche Schwierigkeiten wie Abstürze von Safari führen zu massiver Kritik an der Softwarequalität. Die Probleme mögen auch in den jährlichen, fixen Veröffentlichungszyklen begründet liegen, mit denen die Entwickler bei Apple zu kämpfen haben.

Laut einem Bericht von 9To5Mac soll bei iOS 9 das Hauptaugenmerk auf Stabilität liegen. Apples Entwickler sollen demnach vornehmlich Fehler beheben und die Leistungsfähigkeit des mobilen Betriebssystems erhöhen. Besonders Besitzer von älteren Geräten hatten bei iOS 8 über Geschwindigkeitseinbußen, ruckelnde Animationen und reduzierte Akkulaufzeiten geklagt.

Ein Beispiel für schlechte Softwarequalität ist Apples mobiler Browser Safari. Trotz zahlreicher iOS-8-Updates hat er noch immer massive Fehler. Beim Kopieren von Texten im Lesemodus kommt es regelmäßig zu Abstürzen. Selbst so einfache Aktionen wie das Markieren von Wörtern in Webformularen gelingen bei angeschlossener Tastatur nicht. Bei iOS 7 gab es derartige Fehler nicht.

Apple will dem Bericht zufolge auch versuchen, den Speicherbedarf für Updates zu reduzieren. Wer mit wenig freiem Speicher eine neue iOS-Version einspielen will, muss bislang oft erst Apps und Inhalte löschen. Das betrifft natürlich besonders Anwender mit den Basismodellen, die nur 16 GByte Speicher bieten.

Apple hatte einen derartigen Schritt schon einmal unternommen, allerdings bei seinem Desktop-System OS X. Bei Snow Leopard (OS X 10.6) wurde ebenfalls der Fokus auf Fehlerbehebungen, Stabilität und Performance gelegt. Bei vielen Anwendern gilt es als die bisher beste OS-X-Version.  (ad)


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