Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/nintendo-zelda-kommt-nur-per-netflix-aufs-smartphone-1502-112231.html    Veröffentlicht: 09.02.2015 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/112231

Nintendo

Zelda kommt nur per Netflix aufs Smartphone

Nintendo will Mario und Wario nicht auf Smartphones spielen lassen - das hat der Konzern jetzt erneut bekräftigt, trotz einiger anderslautender früherer Absichtserklärungen. Lediglich The Legend of Zelda könnte es auf die mobilen Endgeräte schaffen: Es gibt Hinweise auf eine Serie von Netflix.

Die einzige Hauptfigur aus einem wichtigen Nintendo-Spiel, die derzeit Aussicht auf einen Auftritt auf Smartphones und Tablets hat, ist Link aus The Legend of Zelda. Netflix arbeitet offenbar an einer TV-Serie mit echten Schauspielern. Laut Wall Street Journal befindet sich das Projekt allerdings noch in einem sehr frühen Stadium, eine tatsächliche Verfilmung ist wohl noch lange nicht sicher.

Die Serie soll sich um einen ganz gewöhnlichen Jungen handeln, der irgendwie in die Lage kommt, eine Prinzessin namens Zelda und eine Fantasywelt namens Hyrule zu retten. Das Wall Street Journal spricht von einer Art Game of Thrones für die ganze Familie.

Falls Zelda verfilmt wird, könnten sich Nutzer von Netflix das Ganze auch auf ihrem Smartphone oder Tablet anschauen. Wer dazu auch ein Spiel haben möchte, muss weiterhin Hardware von Nintendo kaufen. Das hat Firmenchef Satoru Iwata jetzt im Gespräch mit der japanischen Zeitung Nikkei gesagt.

Statt etwa seine Klassiker wie eben The Legend of Zelda oder Super Mario Land für das iPhone umzusetzen, kündigt Iwata an, dass die Titel verstärkt unter anderem für das New 3DS umgesetzt werden sollen und dort für wenig Geld über den Downloadstore vermarktet werden.

Außerdem sollen künftig Erfolgstitel von Smartphones auch für Nintendo-Hardware umgesetzt werden. Angekündigt ist laut Kotaku.com eine Portierung des vor allem in Asien ungeheuer erfolgreichen und profitablen Puzzle & Dragons für das 3DS, in dem dann auch Mario eine größere Rolle spielen soll.

Anfang 2013 hatte sich Nintendo mit einigen Äußerungen dem Smartphone angenähert, seitdem ist aber nichts weiter passiert. Im August hatte es sogar Berichte über einen firmeninternen Streit gegeben, bei dem es just um dieses Thema gegangen sein soll.

Dabei war es auch um Satoru Iwata selbst gegangen, weil sich der Manager strikt weigert, das eng verzahnte Hard- und Softwaregeschäft zugunsten neuer Geschäftsmodelle zu erweitern. Nintendo könnte damit fast sicher Millionenumsätze erwirtschaften.

Analysten und Anteilseigner fordern offenbar, dass Nintendo die damit möglichen Profite nicht weiter links liegen lässt. Immerhin ist die verbreitete Hardwarebasis etwa von Smartphones deutlich höher als die der Nintendo-eigenen Plattformen. So hat die Firma von ihrem 3DS seit der Markteinführung Anfang 2011 etwas mehr als 50 Millionen Stück verkauft, während Apple allein im letzten Quartal 2014 rund 74,5 Millionen iPhones absetzten konnte.  (ps)


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